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Wittgenstein in New York
Stadt und Architektur in der neueren Kunst auf Papier

30.09.2005 bis 08.01.2006

Kupferstichkabinett

"Wittgenstein in New York" lautet der Titel eines Werkes von Eduardo Paolozzi aus dem Jahr 1965. Der Siebdruck des 2005 verstorbenen britischen Künstlers stammt aus dem Ludwig Wittgenstein gewidmeten Mappenwerk "As is When" und setzt sich mit dem Menschen als Bestandteil und Gegenüber des technoiden Getriebes der modernen Metropole auseinander.

Die gleichnamige Themenausstellung des Kupferstichkabinetts widmet sich der freien künstlerischen Beschäftigung mit Stadt und Architektur seit 1965 bis heute. Der bildende Künstler wird dabei - in Analogie zur Philosophie Ludwig Wittgensteins - zum "Analytiker" auf dem Papier.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die unterschiedlichen Konzepte der Visualisierung, Interpretation und Erfindung architektonischer Räume. Sie sind zwischen sachlicher Wirklichkeitserfassung, kühler Dekonstruktion, kritischer Analyse und visionärer Übersteigerung angesiedelt.

Im Unterschied zu anderen themenspezifischen Ausstellungen der letzten Jahre konzentriert sich "Wittgenstein in New York" auf die Medien Zeichnung und Druckgraphik. Dabei werden die besonderen Möglichkeiten der einzelnen Techniken - von der Handzeichnung bis zum Digitalprint - eindrucksvoll deutlich.

Die Ausstellung gliedert sich in sieben Kapitel: "'Wittgenstein in New York' - Die Stadt im Kopf", "Stadtansichten: New York", "Mediale Verfremdung in der Druckgraphik", "Makrostrukturen des Urbanen", "Gebäude und Fassaden", "Kritik und Vision" und "Raum - Skulptur - Architektur".

Gezeigt werden etwa 90 Werke von über 40 Künstlern aus den Beständen des Kupferstichkabinetts. Hierunter finden sich zahlreiche, im Hinblick auf die Ausstellung in den letzten beiden Jahren erworbene Arbeiten, die nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Viele der Werke gelangten über die Künstlerforderung der Stiftung DKLB bei der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur ans Kupferstichkabinett. Ergänzt wird die Auswahl durch einzelne Schenkungen und Leihgaben, die Erwerbungswünsche darstellen.

Künstler der Ausstellung: Franz Ackermann, Peter Ackermann, Monika Baer, Jennifer Bartlett, Dellbrügge & de Moll, Antje Dorn, Chris Doyle, Olafur Eliasson, Richard Estes, Ueli Etter, Folke Hanfeld, Erwin Heerich, Thomas Huber, Hubert Kiecol, Pauline Kraneis, Kreissl & Kerber, Stefan Mauck, Bruce McLean, Julie Mehretu, Nanne Meyer, Helmut Middendorf, Sarah Morris, Olaf Nicolai, Claes Oldenburg, Eduardo Paolozzi, Simon Pasieka, Philip Pearlstein, Sigmar Polke, Thomas Ravens, Martin Rosz, Dieter Roth, Ed Ruscha, Fred Sandback, Kai Schiemenz, Hansjörg Schneider, Jo Schöpfer, Andreas Siekmann, Pravoslav Sovak, Heidi Specker, Klaus Staeck, Helmut Süß, Stephen Talasnik, Stefan Wewerka, Rachel Whiteread, Gerd Winner

Begleitend finden vom 13. bis 15. Oktober 2005 das Symposium "Räume der Zeichnung" statt, das gemeinsam mit der Akademie der Künste, der Freien Universität Berlin und fruehsorge - Galerie für Zeichnung, Berlin, organisiert wird.
Weitere Informationen
Veranstaltungsprogramm
Akademie der Künste: Veranstaltungsreihe "Raum. Orte der Kunst"
Freie Universität Berlin - Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften