Textilien aus dem marokkanischen Anti-Atlas

11.07.2003 bis 07.09.2003

Pergamonmuseum

In Deutschland ist die Kunst der Berber, der Urbevölkerung in Nordafrika, mit ihrem eigenen geometrischen Stil, der bis in prähistorische Zeit zurückzuverfolgen ist, kaum bekannt. Mit einer kleinen Auswahl typischer bestickter Stoffe aus einer Privatsammlung in Marokko, in der die letzten Exemplare auf dem Markt zusammengeführt wurden, beginnt das Museum für Islamische Kunst die Reihe "Sammler im Dialog mit dem Museum". Während berberische Objekte aus andern Materialien bereits in der französischen Kolonialzeit in die Museen kamen, sind die langen Webstücke, die die antike, mit Fibeln zusammengehaltene Kleidung bewahrt hatten, erst vor kurzem entdeckt worden. Die schmalen Friese mit gestickten Ornamenten an den Kanten oder die Webornamente der kleineren Wickeltücher, die als Schleier auf dem Kopf getragen wurden und mit Henna-Mustern überlagert sind, gelten als Erkennungszeichen der Berberstämme.