SLOW
Slow Design for Fast Change

26.11.2021 bis 27.02.2022
Kunstgewerbemuseum

Das Kunstgewerbemuseum öffnet seine Dauerausstellung für einen Dialog mit „Slow Design“: Gezeigt werden unterschiedliche Möbelentwürfe und Objekte, die in einen Dialog mit historischen Exponaten vom Barock bis zum Jugendstil und Art Déco treten. Sie alle artikulieren einen spezifischen Zeitgeist und eine bewusste Auseinandersetzung, von der die Design-Welt aktuell geprägt wird: „Langsames“ Design für einen schnellen Wandel. Die Objekte wurden von jungen Designer*innen eigens für dieses Projekt entworfen und sind vollständig aus amerikanischen Laubhölzern gefertigt. Die Sonderausstellung wurde von den internationalen Designer*innen Hanne Willmann, Sebastian Herkner und Garth Roberts mentoriert und entstand in Kooperation mit dem American Hardwood Export Council (AHEC).

Slow Design

Unsere Gesellschaft ist seit einiger Zeit von einem spürbaren Wertewandel geprägt, der mit einem veränderten Verständnis von Qualität in Bezug auf Design einhergeht. Die Konsument*innen hinterfragen mehr denn je, was sie kaufen: Sie denken über den Designprozess nach, über die Produktionsstätten und verwendeten Materialien sowie die übergeordneten Themen Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Produkte und Objekte, die Materialien möglichst lange in Wertstoffkreisläufen zirkulieren lassen – also mit dem Ziel eines Circular Designs konzipiert sind – gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Der Begriff „SLOW“ – so wie er im Zusammenhang mit der Entwicklung von Slow Fashion oder Slow Food verwendet wird – stützt sich auf einen ganzheitlichen Ansatz für kreatives Denken, kreative Prozesse und Produkte. Er bezieht sich nicht darauf, wie lange es dauert, etwas zu entwerfen oder zu realisieren. Es geht vielmehr um einen erweiterten Bewusstseinszustand, um Verantwortlichkeit für das tägliche Handeln und um das Potenzial für eine Bereicherung an Erfahrungen für Einzelpersonen und Gemeinschaften.

Verantwortung der Designer*innen

Designer*innen haben heute einen enormen Einfluss darauf, wie Produkte geplant werden, wo, mit welchen Ressourcen und wie sie hergestellt werden. Im Zuge der kritischen Diskurse zu Nachhaltigkeit und Wegwerfkultur gewinnt ein „langsamerer“ Ansatz im Design zunehmend an Bedeutung. In der heutigen schnelllebigen Kultur ist ein bewusster Wandel hin zu Objekten zu beobachten, die langlebig sind, ein zeitloses Design haben, von hoher Qualität sind und über Generationen hinweg Bestand haben werden. Die Zukunft für diese Entwicklung liegt in der nächsten Generation von Designer*innen. Dieser Wandel kündigt sich aber auch in Unternehmen an, die sich zunehmend auf diese Aspekte konzentrieren. „Slow Design“ entwickelt sich ebenfalls zu einer wirtschaftlichen Denkweise.

Zum Projekt SLOW von AHEC

Mit dem AHEC-Projekt SLOW wird der jungen Generation von Designerabsolvent*innen eine Plattform geboten. Die von einer Expertenjury ausgewählten Teilnehmer*innen sind dazu eingeladen, innovative Produkte und Objekte zu entwerfen und Ideen zu entwickeln, die eine Bewegung in Richtung „Slow Design“ widerspiegeln. Unter dem Einsatz von amerikanischer Roteiche, Hart- und Weichahorn sowie Kirsche hat jede/r Designer*in ein Objekt entworfen, das ihre/seine Interpretation des Ausdrucks „Slow Design for Fast Change“ aufzeigt. Da „Slow Design“ mit präziser Handwerkskunst einhergeht, werden die Entwürfe von der in Butzbach, Hessen niedergelassenen Werkstatt Holzfreude gefertigt.

Ausstellende Designer*innen

Maximilian Beck, Clémece Buytaert, Simon Gehring, Hansil Heo, Sarah Hossli und Lorenz Noelle, Anna Koppmann, Haus Otto (Nils Körner und Patrick Henry Nagel), Theo Luvisotto und Max Rohregger.

Mentor*innen

Sebastian Herkner, Garth Roberts, Hanne Willmann

Kooperationspartner AHEC

Der American Hardwood Export Council (AHEC) setzt sich intensiv für das Material Holz ein und hat erfolgreich eine nachhaltige Marke für Laubhölzer aus den USA aufgebaut. Er gehört zu den Pionieren bei der Analyse der Ökobilanz (Life Cycle Assessment/LCA) für Laubhölzer. Durch innovative Design-Projekte wie Legacy, The Smile und MultiPly für das London Design Festival demonstriert AHEC das Leistungspotenzial dieser nachhaltigen Materialien und liefert wertvolle Inspiration.

Matthäikirchplatz
10785 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

U-Bahn: Potsdamer Platz
S-Bahn: Potsdamer Platz
Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie

So 11:00 - 18:00
Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00
Mi 10:00 - 18:00
Do 10:00 - 18:00
Fr 10:00 - 18:00
Sa 11:00 - 18:00

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
Fragen | Buchung | Feedback