SIDEWAYS. Henri Laurens - Pablo Picasso
Kabinettausstellungen im Museum Berggruen

13.06.2015 bis 20.09.2015
Museum Berggruen

Picasso, Klee und Matisse sind die Stars im Museum Berggruen. Die Ausstellungsreihe SIDEWAYS richtet den Blick auf die Seitenbereiche der Sammlung und nimmt Künstler zum Ausgangspunkt, die hier mit nur einem einzigen Werk vertreten sind: Raoul Dufy (mit einer bepflanzbaren Miniatur-Architektur aus Keramik), Alexander Calder (mit einem feingliedrigen Mobile) und Henri Laurens (mit einer Bronzefigur einer Schwangeren).

Alle Künstler der Sammlung standen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in engem Austausch über wesentliche künstlerische Fragen: Was ist die Aufgabe der bildenden Kunst, wenn es nicht länger erklärtes Ziel ist, die Natur nachzuahmen? Kann ein Kunstwerk stattdessen seine eigene Realität entstehen lassen? Mit welchen Mitteln sollte dies geschehen?

In der Sammlung des Museum Berggruen wird durch die einzigartige Dichte herausragender Werke anschaulich, wie die Künstler der Klassischen Moderne mit diesen Fragen experimentierten. SIDEWAYS erkundet die Kunst dieser Zeit aus dem Blickwinkel einzelner Objekte: In der dreiteiligen Ausstellungsreihe steht jeweils ein außergewöhnliches Kunstwerk von Dufy, Calder oder Laurens im Mittelpunkt. Sie sind Anlass zum Dialog mit anderen Künstlern der Sammlung: zwischen Raoul Dufy und Henri Matisse (24. Oktober 2014 bis 22. Februar 2015), Alexander Calder und Paul Klee (28. Februar 2015 bis 7. Juni 2015) sowie Henri Laurens und Pablo Picasso (13. Juni bis 20. September 2015).

Im Museum Berggruen liegt der Schwerpunkt auf Malerei und Grafik. SIDEWAYS hingegen rückt andere Gattungen ins Zentrum: Keramik, kinetische Skulptur und Kleinplastik. Ein begleitendes Veranstaltungsprogramm erforscht die Eigenarten dieser künstlerischen Medien anhand der einprägsamen Exponate von Dufy, Calder und Laurens.

Teil III: Henri Laurens - Pablo Picasso (13. Juni bis 20. September 2015)

Schwangerschaft - in der Geschichte der Skulptur ein seltenes Thema, dessen sich der französische Bildhauer Henri Laurens (1885-1954) im Jahr 1932 annahm. Aus dem wellenartig dahingegossenen, kräftigen Körper der kleinen Bronzefigur tritt die Rundung des gewölbten Bauchs hervor. Erst auf den zweiten Blick fallen kantige Partien ins Auge, so etwa die Brüste, die Laurens als spitze Kegel auf den Oberkörper setzte. Solche Formen erinnern daran, dass er in den 1910er Jahren in Paris von Werken des Kubismus inspiriert wurde und die eckigen, übereinander geschichteten Bildelemente der Gemälde und Collagen von Georges Braque und Pablo Picasso aufgriff. "Wir beschäftigten uns nur mit einem einzigen Problem: der Suche nach der Wahrnehmung, dem Wahrnehmen von Volumen und der Suche nach diesem Volumen", erinnerte sich Laurens später.

Laurens und Picasso arbeiteten ihr Leben lang mit den verschiedensten Materialien und künstlerischen Techniken. In der Ausstellung wird die Energie ihres Suchens und Experimentierens anhand von Skulpturen und Reliefs, Gemälden, Collagen, Holzschnitten und Zeichnungen nachvollziehbar.

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