21.11.2015
bis
24.04.2016
Museum Europäischer Kulturen
Das Oascher Land, die Marmarosch und die Bukowina sind eher ländlich geprägte Regionen im Norden Rumäniens. Seit einigen Jahren bestimmen stattliche Neubauten das Dorf- und Landschaftsbild mit. Farbenprächtig, mehrstöckig, marmor- und granitverziert heben sie sich von den traditionellen Häusern ab. Ihre Besitzer arbeiten das Jahr über in Italien, Spanien, Frankreich oder Großbritannien. Dort sichern sie meist als Bauarbeiter, Reinigungskräfte, Altenpfleger, Erntehelfer die Existenz ihrer Familien. Ihre Ersparnisse fließen vielfach in den Bau großer Häuser in ihren Herkunftsorten. Architektur und Innenausstattung sind sichtbares Zeichen ihres Erfolgs im Ausland und ihrer modernen westlichen Lebenseinstellung. Die repräsentativen Häuser und die Luxus-Autos sind der Schlüssel zu gesellschaftlicher Anerkennung, sie sichern die Familienehre.
Bewohnt werden die neuen Häuser nur selten. Die älteren Menschen leben weiterhin in ihren eigenen Häusern. Sie hüten jene Enkelkinder, die zurückbleiben, und die unbewohnten Häuser. Nur zu Weihnachten, Ostern und im August füllen sich die Dörfer. Dann trifft man sich, tauscht Neuigkeiten aus. Den August prägen die pompösen Hochzeiten. Danach verstummen die Orte wieder.
Ein Projekt der Koordinierung Ostmittel- und Südosteuropa am Museum Europäischer Kulturen in Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin.
Ausstellungsort
Öffnungszeiten
| Montag | geschlossen |
| Dienstag | geschlossen |
| Mittwoch | 10 bis 17 Uhr |
| Donnerstag | 10 bis 17 Uhr |
| Freitag | 10 bis 17 Uhr |
| Samstag | 11 bis 18 Uhr |
| Sonntag | 11 bis 18 Uhr |
Adresse / Verkehrsverbindungen
Eingang für Besuchende
Arnimallee 25
14195 Berlin
U-Bahn: Dahlem-Dorf
Bus: U Dahlem-Dorf, Limonenstraße, Arnimallee
Zugang / Barrierefreiheit
eingeschränkt rollstuhlgeeignet
Veranstalter
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