Realisierungswettbewerb Kunstgewerbemuseum Berlin
Neuordnung der Sammlung und Gestaltung des Foyers Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten

02.12.2004 bis 16.01.2005

Die Umgestaltung des Kunstgewerbemuseums am Kulturforum ist - nach der Wiedereröffnung der Dependance des Kunstgewerbemuseums im Schloss Köpenick im Mai diesen Jahres - eine Maßnahme, die die Wahrnehmbarkeit dieser bedeutenden Sammlung der Staatlichen Museen zu Berlin deutlich verbessern wird. Zur Vorbereitung dieses Projektes wurde ein Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben, dessen Ergebnis nun im Rahmen einer Ausstellung präsentiert wird.

Ausgangpunkt und Aufgabenstellung des Wettbewerbs ist es, die Zusammenführung der Sammlungen des Kunstgewerbemuseums mit Werken vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert und dem Neuankauf der umfangreichen Modesammlung Kamer/Ruf zu ermöglichen. Der Wettbewerb wurde gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung veranstaltet.

Den Wettbewerb, an dem insgesamt 7 Architekturbüros teilgenommen haben, hat das Büro Kühn Malvezzi gemeinsam mit dem Graphik-Büro Double Standards gewonnen.

Die Sammlung Kamer/Ruf ist weltweit die bedeutendste Privatsammlung von Mode des 18. bis 20. Jahrhunderts und konnte 2003 mit der Unterstützung der Kulturstiftung der Länder angekauft werden. Die aus fast 700 Damen-, Kinder- und Herrenkostümen und rund 800 Accessoires bestehende Modesammlung der Sammler Martin Kamer und Wolfgang Ruf ergänzt hervorragend die bereits bestehende Textilsammlung im Kunstgewerbemuseum und soll nun in die ständige Ausstellung integriert werden.

Ebenso soll im Zuge der Neuordnung das Merseburger Spiegelkabinett, das von 2000 bis 2003 für über eine halbe Million Euro aufwändig restauriert wurde, wieder aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Spiegelkabinett im Stil des Rokoko ist ein Hauptwerk der Sammlung und von hoher kunsthistorischer Bedeutung und großer ästhetischer Ausstrahlung.

Auch der Tatsache, daß die Neue Sammlung von Kunsthandwerk und Design des 20./21. Jahrhunderts ständig im Wachsen begriffen ist, wird in der Neugestaltung der Ausstellung Rechnung getragen werden.