RAGAMALA. Musikalische Stimmungen und amouröse Momente

25.06.2015 bis 06.01.2016
Museum für Asiatische Kunst

Wie Episoden aus Liebesbeziehungen erscheinen die amourösen Momente, die in dieser Ausstellung von Miniaturmalereien versammelt sind. Nicht immer aber ist die erfüllte Liebe zu sehen, sondern es finden sich auch Momente der Verzweiflung und der Melancholie.

Jede Malerei stellt eine spezifische Stimmung dar, deren Definition aus der indischen Musiktheorie stammt. Ihr zugrunde liegt eine komplexe Systematik der ästhetischen Erfahrung. Die jeweilige Stimmung wird als Färbung (Sanskrit raga) bezeichnet, da sie auf die Zuhörenden und im Falle der Malereien auf die Betrachtenden abfärbt. Eine Zusammenstellung unterschiedlicher Stimmungen ergibt eine Girlande (Sanskrit mala), worauf sich die Bezeichnung Ragamala bezieht.

Die spezifische Stimmung der Akteure steht im Zentrum der 20 gezeigten Miniaturmalereien. Sie wird von den Künstlern verschiedener Malschulen unterschiedlich umgesetzt: Manchmal sind es symbolträchtige Zugaben, wie in höchster Blüte stehende Pflanzen oder Vogelpärchen, wodurch die jeweilige Stimmung begleitet ist. Je nach Stil kann aber auch gerade das Gegenteil, nämlich die Reduzierung des Umfeldes der Akteure auf einen nahezu monochromen Horizont, die gezeigte Stimmung untermalen.

Die zarten Stoffe und der edle Schmuck, die Figur der Kammerzofe als auch die Architektur spiegeln die höfische Kultur Indiens im 17. und 18. Jahrhundert wider, in deren Umfeld die Bildwerke entstanden und, zu Sammelalben gebunden, betrachtet wurden.

Zwei historische, indische Musikinstrumente, eine Röhrenzither (Rudra Vina) und eine Langhalslaute (Tanpura) aus der musikethnologischen Sammlung des Ethnologischen Museums verdeutlichen die Verbindung zwischen Malerei und Musik.

Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 17 Uhr
Mittwoch10 bis 17 Uhr
Donnerstag10 bis 17 Uhr
Freitag10 bis 17 Uhr
Samstag11 bis 18 Uhr
Sonntag11 bis 18 Uhr

Kassenschluss jeweils 30 Minuten vor Schließung des Museums.

Bitte beachten Sie, dass die Kunstsammlung Süd-, Südost- und Zentral-Asien im Erdgeschoss, zu der unter anderem die berühmte „Turfan“-Sammlung sowie die Ausstellungsbereiche der indischen Kunst gehören, wegen Umzugsvorbereitungen für das Humboldt Forum seit dem 11. Januar 2016 geschlossen ist.

Erweiterte Öffnungszeiten von Fr 6. bis So 8. Januar 2017
Am Wochenende des 7. und 8. Januars sind das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst zum letzten Mal geöffnet, bevor sie sich ganz auf den Umzug in das Humboldt Forum konzentrieren. Aus diesem Anlass wurden die Öffnungszeiten verlängert und zusätzliche Angebote initiiert.
Freitag   6. Januar 2017: 10.00 Uhr – 20.00 Uhr 
Samstag  7. Januar 2017: 10.00 Uhr – 20.00 Uhr
Sonntag  8. Januar 2017: 10.00 Uhr – 20.00 Uhr

Eingang für Besuchende

Lansstraße 8 / Arnimallee 25
14195 Berlin

U-Bahn U3 (Dahlem-Dorf)
Bus M11, X83 (U Dahlem-Dorf); 101 (Limonenstraße); 110 (Domäne Dahlem)

eingeschränkt rollstuhlgeeignet

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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