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Perfekte Eigenbrötler, ungleiche Paare und organisierte Kollektive
Tier- und Menschenbilder aus Japan

14.06.2023 bis 18.09.2023
Humboldt Forum

Menschen und Tiere teilen sich nicht nur den Lebensraum auf diesem Planeten; sie sind durch vielfältige Beziehungen miteinander verbunden. Mehr oder weniger sozial organisiert gehen sie, häufig in wechselnden Konstellationen, als Individuen, Paare oder Kollektive durch das Leben. In vielen Fällen spiegelt sich in Bildern von Tieren menschliches Verhalten und erlaubt es Betrachter*innen, sich in (dargestellten) Tieren als Menschen zu erkennen.

Diese temporäre Präsentation aus Sammlungsbeständen des Museums für Asiatische Kunst zeigt eine Auswahl von Tier- und Menschenbildern aus dem Japan des 15. bis 19. Jahrhunderts. Darunter einige Beispiele für Darstellungen von Schülern des Buddha (Sanskrit: Arhat, japanisch: Rakan), die als kauzige alte Männer oder in Paaren gegensätzlicher Typen auftreten. Ob sie einen Wasserfall betrachten oder sich Vögel in ihrem Schoß niederlassen, nahezu immer sind sie auch Vorbilder für ein harmonisches Zusammenleben mit Flora und Fauna.

Hahn und Henne auf einem Stellschirm des Malers Itō Jakuchū (1716 – 1800) wirken im Schwanken zwischen Attraktion, Erkennen, Aufeinander-Zugehen oder Reißaus-Nehmen wie eine Illustration traditioneller Geschlechterauffassungen. Auf anderen Bildern erscheinen Pfaue als Paare oder Familien, während ein flinker Spatz in seinem nahezu monochromen Federkleid mit einem aufgeplustert-farbigen Papagei unterschiedliche Egos vorzustellen scheinen. Hirsch- und Hirschkuh praktizieren bei Äsen und Wittern partnerschaftlich-erfolgreiche Arbeitsteilung während Schildkröten und Garnelen Beispiele intelligent organisierter, miteinander kommunizierender Kollektive liefern.

Auf den Seiten des von Kitagawa Utamaro (1753-1806) „Illustrierten Buches ausgewählter Insekten (Ehon mushi erami)“ agieren Raupen, Grillen, Libellen, Schmetterlinge und andere Vertreter ihrer Arten als Inspiration für die komischen Gedichte um Liebe und andere allzu menschliche Emotionen, die sie begleiten. In eigens für sie entworfene Textilien gehüllte Tierskulpturen und bemalte oder mit kunstvollen Lackierungen versehene Insektenpräparate des 1969 in Tokyo geborenen Künstlers Akihiro Higuchi setzen weitere humorvolle Akzente in diesem tierisch menschlichen und menschlich tierischen Reigen.


„Perfekte Eigenbrötler, ungleiche Paare und organisierte Kollektive“ ist eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst im Rahmen der Dauerausstellung „Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst“ im Humboldt Forum, Raum 318, „Kunst aus Japan“.

Buddha (Pakistan, 2--3. Jahrhundert) im Modul „Buddhistische Kunst in Südasien. Stupas, Buddhas,
Bodhisattvas“ des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss / Alexander Schippel

Dauerausstellung

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