Menzels Soldaten. Bilder vom Krieg

14.10.2014 bis 18.01.2015
Alte Nationalgalerie

Eine Ausstellung des Kupferstichkabinetts in der Alten Nationalgalerie

Bilder von Gewalt, Ekel, Angst und Tod, aber auch der nüchterne, wissenschaftliche Blick auf den Schrecken begleiten die Geburt der Moderne im 19. Jahrhundert. Niemals zuvor jedoch (und bis zu Otto Dix) hat ein Künstler das Leben und den Tod des Soldaten so würdelos und lapidar, so verfremdet und gebannt, so bizarr und makaber dargestellt wie Adolph Menzel in seinen drei Werksequenzen, die im Rahmen der Studio-Ausstellung "Menzels Soldaten - Bilder vom Krieg" des Kupferstichkabinetts in der Alten Nationalgalerie gezeigt werden.Die Ausstellung stellt die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" in eine bisher noch kaum erforschte ästhetische Tradition und setzt damit einen besonderen Akzent im Themenjahr "1914. Aufbruch. Weltbruch."

"Lebendig und als Leich'": Die Präsentation des Kupferstichkabinetts in der Alten Nationalgaleriebringt die Aquarelle und Zeichnungen, die Menzels real-zeitgenössische Begegnungen mit Soldaten spiegeln, erstmals in einen konzentrierten Dialog. Der Blick fokussiert auf den Besuch der Lazarette und Schlachtfelder bei Königgrätz im Sommer 1866, die Ankunft französischer Kriegsgefangener 1870 im aufgeregten Berlin und die Öffnung der Offiziersgruft unter der Garnisonskirche 1873. Nachdem sich Menzel lang und intensiv mit der historischen Soldateska Friedrich II. beschäftigt hatte und den Tod dabei von Modellen nachstellen ließ, scheute er nun keine Mühen, jene drei Schauplätze aufzusuchen, um dort das Leben und Sterben des Soldaten in extrem bewegenden Körper-Bildern festzuhalten.

Adolph Menzel, Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen 1757 (Unvollendet,  1859-1861)
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Klaus Göken
Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 18 Uhr
Mittwoch10 bis 18 Uhr
Donnerstag10 bis 18 Uhr
Freitag10 bis 18 Uhr
Samstag10 bis 18 Uhr
Sonntag10 bis 18 Uhr
Bitte beachten Sie:
  • Wegen des Abbaus der Sonderausstellung „The Scharf Collection“ ist das 2. Ausstellungsgeschoss im Moment geschlossen. Ab Mitte März 2026 werden Teile des 2. Ausstellungsgeschosses wieder zugänglich sein (z. B. Impressionisten, Deutsch-Römer etc.).
  • Ab Mitte April 2026 wird das 2. Ausstellunggeschoss geschlossen wegen des Aufbaus der Sonderausstellung „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ die ab dem 22. Mai dem Publikum zugänglich sein wird. Die Sonderausstellung endet am 27. September 2026.
  • Voraussichtlich ab dem 27. Oktober 2026 ist das 2. Ausstellunggeschoss wieder vollständig geöffnet.

Eingang für Besuchende

Bodestraße
10178 Berlin

U-Bahn: Museumsinsel
S-Bahn: Friedrichstraße, Hackescher Markt
Tram: Am Kupfergraben, Hackescher Markt
Bus: U Museumsinsel

 

eingeschränkt rollstuhlgeeignet