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Lustgärten und Gartengräber
Höfische Kunst zur Zeit der Moghul-Herrschaft

28.04.2006 bis 28.01.2007

Angenehme Kühle und Inspiration zugleich verspricht das Museum für Indische Kunst mit seiner Sonderausstellung "Lustgärten und Gartengräber", die eine Vielfalt von Gartendarstellungen der Moghul-Zeit präsentiert. Vor allem in einer großen Auswahl von qualitativ exzellenten Miniaturmalereien findet sich der Garten als eigenes Sujet oder als Kulisse für höfische Szenen dieser vom 16.-19. Jahrhundert währenden Epoche islamischer Herrschaft in Indien.

Wasser war ein entscheidendes Element der Moghulgärten, die über ausgeklügelte Systeme von Kanälen und Brunnenanlagen verfügten, welche den Herrschern sowie ihren Damen die Hitze erträglicher machten. Sogar innerhalb der Paläste gab es Brunnen als zentrale Orte. Neben Lustwandel und Erfrischung ist der islamische Garten aber auch als irdische Verkörperung des im Koran beschriebenen Paradiesgartens zu verstehen. Er spiegelt sich in architektonisch und symbolhaft komponierten Grundrissen, von denen eine gemalte Darstellung des Taj Mahal und seines Gartens ausgestellt ist. Shah Jahan erbaute dieses wohl berühmteste Gartengrab Indiens für seine verstorbene Lieblingsgattin Mumtaz Mahal.

Doch auch im indischen Kunsthandwerk aus der Blütezeit der Moghuln findet sich deren Vorliebe für die zivilisierte Natur: Farbenprächtige Textilien, floral geschliffene Edelsteine, Nephrit-Jade, silbertauschierte Metallgefäße, Elfenbeinschnitzereien und besonders feine Teppichfragmente geben dieser Affinität in eindrucksvollem Museumsambiente Ausdruck.