L'antica maniera
Zeichnungen und Gemmen des Giovanni Calandrelli

09.03.2005 bis 05.06.2005

Alte Nationalgalerie

Als Ergänzung zu der Ausstellung "Die Götter Griechenlands. Peter Cornelius (1783-1867)" wird in einem Kabinett der Alten Nationalgalerie erstmals ein Blick auf das umfangreiche Oeuvre des römischen Gemmenschneiders Giovanni Calandrelli (Rom 1784 - Berlin 1853?) geboten.

Die riesigen Kartons von Cornelius für seine Fresken in der Münchener Glyptothek 1819-1830 verbindet das gemeinsame Thema mit den winzigen Siegeln in Edelstein und ihren zeichnerischen Entwürfen von Calandrelli: Beide belebten mit ihren Werken die antike Dichtung, wie etwa Homers "Ilias" und "Odyssee".

Die Antikensammlung besitzt 295 Zeichnungen von Calandrelli für Gemmen, die der polnische Prinz Stanislas Poniatowski 1816-28 in Rom in Auftrag gegeben hatte. Es entstand die größte Sammlung ihrer Zeit mit 2.611 Ringsteinen und Medaillons zur Bebilderung "der Entwicklung, der Geschichte, der Dichtung und aller Künste". Ein Bestandskatalog wird die einzigartigen Zeichnungen, aber auch die originalen Gemmen, Abgüsse und Formen erstmals vorlegen. Sie werfen ein neues Licht auf den Klassizismus des frühen 19. Jahrhunderts in Rom und Berlin.