Kunstsinn der Gründerzeit
Die Sammlung Adolf von Beckerath

30.11.2002 bis 23.03.2003

Kupferstichkabinett

1902, vor 100 Jahren, erwarb das Kupferstichkabinett von dem Seidenhändler Adolf von Beckerath eine der feinsten Privatsammlungen an Zeichnungen, die in der Gründerzeit zusammengetragen wurde. Sie umfaßte 3456 Werke, darunter 1553 der niederländischen, 1292 der italienischen, 157 der deutschen und 135 der französischen Schule. Damit stieg das Berliner Kupferstichkabinett in die exklusive Liga der weltweit besten graphischen Sammlungen auf. Unzählige Besucher in aller Welt konnten seitdem einzelne Perlen des Schatzes bestaunen. Zu seinem Jubiläum wird er nun als Ganzes präsentiert. Die Ausstellung akzentuiert die Vorlieben Beckeraths: Die italienische Früh- und Hochrenaissance über Mantegna und Verrocchio bis Tizian und Veronese, dann, um eine erstklassige Rembrandt-Suite herum, das Goldene Zeitalter der holländischen und flämischen Zeichenkunst des 17. Jahrhunderts und schließlich venezianische und französische Blätter des 18. Jahrhunderts, Ricci, Tiepolo, Watteau und Boucher. Daneben sind etliche altdeutsche Zeichnungen und eine Trias von Landschaften des Claude Lorrain zu sehen.