Judit Reigl
Kraftfelder

30.06.2023 bis 26.11.2023
Neue Nationalgalerie

Anlässlich des hundertsten Geburtstags der Künstlerin und der Schenkung von drei Hauptwerken von Judit Reigl (1923 – 2020) zeigt die Neue Nationalgalerie die erste museale Einzelausstellung der ungarisch-französischen Künstlerin in Deutschland. Mit der Schenkung besitzt die Nationalgalerie als erste öffentliche Sammlung in Deutschland Werke der bedeutenden Malerin, die in den 1950er-Jahren eng mit dem französischen Informel verbunden war.

Mit diesem Überblick über Reigls Oeuvre widmet sich die Neue Nationalgalerie einer der wichtigsten Figuren der europäischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind sechzehn, meist großformatige Gemälde aus dem zugleich abstrakten und figurativen malerischen Werk Reigls.

Die gebürtige Ungarin studierte zunächst an der Akademie der Schönen Künste in Budapest. 1950 floh sie aufgrund des zunehmenden Stalinismus aus ihrem Heimatland und ließ sich in Paris nieder. Waren ihre frühen, meist träumerischen Gemälde noch dem Surrealismus verpflichtet, wendete sie sich Anfang der 1950er-Jahre einer lyrischen Abstraktion zu. Immer wieder finden sich in ihren Bildern auch figurative Elemente, die Mitte der 1960er-Jahre in den männlichen Torsi der „Man“-Serie münden.

Neben den Gemälden „Center of Dominance“ (1959), „Mass Writing“ (1960) und dem großformatigen Triptychon „Man“ (1967-1969), die der Nationalgalerie als großzügige Schenkung des Fonds de Dotation Judit Reigl übergeben werden, zeigt die Ausstellung zentrale Werke aus den 1950er- bis 1980er-Jahren, die einen umfassenden Einblick in die vielschichtigen Schaffensphasen der Künstlerin ermöglichen.

Kuratorin

Die Ausstellung wird kuratiert von Maike Steinkamp.

Publikation

Im Rahmen der Ausstellung ist ein Katalog erschienen (Softcover, 88 Seiten, 55 farbige Abbildungen, Deutsch/Englisch, 28 Euro, ISBN 978-3-96912-122-1). Es ist die erste Publikation über die Künstlerin in deutscher Sprache.


Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Außenansicht „Jazz in the Garden“, um 1968
© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Foto: Ludwig Windstosser / Gestaltung: Studio Edgar Kandratian
Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 20 Uhr
Mittwoch10 bis 20 Uhr
Donnerstag10 bis 20 Uhr
Freitag10 bis 20 Uhr
Samstag10 bis 20 Uhr
Sonntag10 bis 20 Uhr
Hinweis: Die verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr gelten für die Ausstellungen „Christian Marclay. The Clock“, „Max Ernst bis Dorothea Tanning“, „Gerhard Richter“ und den Amerikanersaal der Sammlungspräsentation „Zerreißprobe“. Die anderen Säle der „Zerreißprobe“ und „Christoph Schlingensief“ sind weiterhin jeden Tag bis 18 Uhr geöffnet.

Hinweis: Der „Birkenau“-Zyklus (2014) wird vorübergehend nicht in der Neuen Nationalgalerie zu sehen sein, da er bis zum 2. März 2026 in der Fondation Louis Vuitton in Paris ausgestellt wird.

Eingang für Besuchende

Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

U-Bahn: Potsdamer Platz
S-Bahn: Potsdamer Platz
Bus: Potsdamer Brücke, Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße, Kulturforum, Philharmonie

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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Weiterführende Links

Katalog zur Ausstellung (Deutsch/Englisch)