José de Ribera - Die Druckgrafik
Er war jung und brauchte das Geld

19.07.2016 bis 06.11.2016
Gemäldegalerie

José (Jusepe) de Ribera (1591-1652) gilt als der beste spanische Druckgraphiker vor Goya und als einer der virtuosesten Radierer des 17. Jahrhunderts schlechthin. Dies ist umso erstaunlicher, als wir eigentlich nur 18 Radierungen von seiner Hand kennen. Seine druckgraphische Karriere scheint zudem auf den relativ kurzen Zeitraum zwischen 1620 und 1630 beschränkt gewesen zu sein. Die Tatsache, dass er seine Radierungen innerhalb nur einer Dekade und eher zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn geschaffen hat, legt die Vermutung nahe, dass diese für ihn eine Möglichkeit waren, sich den Lebensunterhalt zu verdienen, während er als junger spanischer Künstler in Italien Fuß zu fassen versuchte. Mit Hilfe der Druckgraphik konnte er seine Kunst einem breiteren Publikum bekannt und potentielle Auftraggeber auf sich aufmerksam machen.

Allerdings zeichnen sich Riberas Drucke durch eine derart souveräne Beherrschung der Technik und Durchdringung der spezifisch graphischen Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums aus, dass sein Interesse daran kaum rein finanziell und oberflächlich gewesen sein kann. Als versierten Zeichner muss ihn besonders die spontane skizzenhafte Anmutung der Radierung angesprochen haben. So gilt Ribera bis heute als der wichtigste spanische peintre-graveur, was er aber erst in Italien und in der dort besonders ausgeprägten Kultur der künstlerischen Druckgraphik werden konnte. Kurioserweise bilden die Blätter des Spaniers somit den Glanzpunkt der italienischen Radierkunst des 17. Jahrhunderts. Eine Auswahl der interessantesten Blätter ist in dieser Kabinettausstellung zu sehen.

Eine Kabinettausstellung des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie.

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