Islamische Frömmigkeit in Indien. Albumblätter der Moghulzeit (16.-18. Jahrhundert)

06.07.2004 bis 03.10.2004

Pergamonmuseum

In einer Zeit, in der von drohenden Zivilisationskonflikten zwischen den Nationen gesprochen wird, bietet sich eine Rückbesinnung auf Geschichtsperioden an, denen von höchster Stelle Toleranz verordnet wurde. In Indien herrschte unter der Dynastie der muslimischen Moghuln, die seit dem 16. Jahrhundert über das Gebiet zwischen Indus und Ganges regierten, eine erstaunliche Offenheit gegenüber den verschiedenen Religionen. Kaiser Akbar (1556-1605) und seine Nachfolger hatten einen ausgeprägten Hang zur Mystik, die vor allem die Annäherung der beiden Hauptreligionen Islam und Hinduismus förderte. Die ausgestellten Albumblätter zeigen einerseits Gelehrte bei ihren Diskussionen um den Weg zu Gott und andererseits die in frommer Armut lebenden Asketen, die sich um die Sorgen der einfachen Leute kümmerten.