Hamidas Lied
Die 100 Jahre einer Muslimin an der Spree

19.10.2004 bis 19.10.2004

Pergamonmuseum

Hamida Soliman feiert zusammen mit dem Museum für Islamische Kunst dieses Jahr ihren 100. Geburtstag. Diese Sonderausstellung nutzt den Anlass, um eine deutsch-arabische Familie, die Berliner Familie Soliman, vorzustellen. Im ersten Ausstellungsbereich steht Hamida im Mittelpunkt, im zweiten ihr Vater Mohamed Soliman.

Ihre Geschichte beginnt da, wo die Zeitreihe der im Museum ausgestellten Kunstwerke endet. Die Familie Soliman ist ein interessantes, wenn auch kein repräsentatives Beispiel für 100 Jahre muslimisches Leben - heute bereits in der vierten Generation - in Berlin.

Am 29. September 1904 wurde Hamida Soliman als erstes Kind von Mohamed und Martha Soliman geboren. Ihr Vater, der 1900 nach Berlin gekommen war und hier die deutsche Martha Westphal heiratete, eröffnete bald darauf ein Stummfilmkino. Ihre Mutter erwarb Anfang der 30er Jahre, nach dem frühen Tod ihres Mannes, ein weiteres Kino. Zusammen mit ihren drei Töchtern Hamida, Adila und Myriam führte sie die Geschäftstradition jahrzehntelang fort. Hamida begann eine viel versprechende Karriere als klassische Opernsängerin. Als Tochter eines Ägypters geboren, lebt sie bis heute als ägyptische Staatsbürgerin in Berlin. Das Land ihres Vaters kennt sie nur aus Erzählungen.