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Günther Uecker
Sandmühlen - Zeitspiralen

20.04.2005 bis 16.05.2005

Neue Nationalgalerie

In Ergänzung zu der großen Werkschau von Günther Uecker im Gropius Bau und im Neuen Berliner Kunstverein ist in der Neuen Nationalgalerie die Installation "Sandmühlen - Zeitspiralen" bis zum 16. Mai 2005 zu sehen. In der oberen Halle des Museums werden sieben Sandmühlen präsentiert. Im Dialog mit der transparenten Schönheit der Architektur des Mies-van-der-Rohe-Baus bilden die aus märkischem Sand geschaffenen Arbeiten eine fast als meditativ zu bezeichnende Einheit. Sie verdeutlichen Ueckers Vorliebe für asiatische Landschaftsstrukturen, die er während ausgedehnter Reisen nach Asien schätzen lernte. So erinnern die von den Sandmühlen immer neu gezogenen und wieder gelöschten Spuren im Sand zum Beispiel an die Muster japanischer Zen-Gärten. Bindfäden, die von maschinenbetriebenen Gestängen bewegt werden, erzeugen die stillen Bilder der Einkehr, denen anders als den Mustern der Zen-Gärten jeglich Künstliches fehlt. Die ewige Verwandlung der Bilder im Sand ist als Vergleich mit der sich stetig erneuernden und verändernden Schönheit der Natur und deren Erscheinungen zu verstehen. Auch die schwere Feldarbeit, frühe Jugenderfahrungen des Künstlers, beeinflussten ihn maßgeblich bei der Schaffung der Sandmühlen und Zeitspiralen.