Genuss und Rausch
Wein, Tabak und Drogen in indischen Malereien. Eine Ausstellung im Buchkunstkabinett

21.03.2014 bis 22.06.2014
Pergamonmuseum

Wein, Tabak, Betel, Cannabis und Opium: Das Museum für Islamische Kunst zeigt erstmalig indische Malereien aus dem 17.-19. Jahrhundert zum Thema Drogen und Rausch. Die Bilder führen in den weit verbreiteten Konsum von Rauschmitteln an den Herrscherhöfen Indiens ein: Fürsten rauchen Wasserpfeifen, Hofdamen nippen an Weinschälchen, Liebespaare verköstigen sich mit Betelpäckchen. Auch Opium wurde am Hof gereicht: in Wein oder Wasser aufgelöst und auch als Pillen geschluckt; das Opiumrauchen mit der Pfeife kam erst später in Mode.

Was heute den dekadenten Anschein der herrschaftlichen Elite vermittelt, gehörte - als die Bilder entstanden - zum guten Ton. Das Reichen von Rauschsubstanzen auf Festen und Empfängen war trotz ausdrücklicher religiöser Vorbehalte Teil der höfischen Etikette und besaß, sowohl am islamischen Moghulhof, im Dekkan als auch bei den hinduistischen Rajputfürsten, lange Tradition. Man trank, rauchte, rezitierte Gedichte in entspannter Umgebung und lauschte der Musik.

Das sinnliche Vergnügen besaß auch soziale und religiöse Komponenten: Betel beispielsweise wurde bei wichtigen Festivitäten wie Geburt, Hochzeit oder Tod offeriert und an Schreinen und Tempeln geopfert. Wein, von Dichtern vielfach besungen, aber auch Opium und Haschisch dienten den Mystikern (Sufis) zur Sinneserweiterung, um mit dem Göttlichen in Berührung zu kommen. In der Ausstellung sind auch Bilder von solchen Rauschorgien zu sehen.

Die Miniaturen stammen größtenteils aus den Privatsammlungen Habighorst und Reichart und werden durch eigene Bestände ergänzt.

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James-Simon-Galerie, Bodestraße
10178 Berlin

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eingeschränkt rollstuhlgeeignet

Bitte beachten Sie: Seit dem 13. Juli 2019 ist die James-Simon-Galerie der alleinige Zugang zum Pergamonmuseum.
Lageplan für Einzelbesucher im Neuen Museum und im Pergamonmuseum (PDF)
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Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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