Ganesha: Der Gott mit dem Elefantenkopf

26.09.2003 bis 01.02.2004

Ethnologisches Museum

Ausstellung im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen 2003

Ganesha ist überall in Indien präsent, er gehört zu den beliebtesten Göttern des hinduistischen Pantheons. Nicht nur in Tempeln, sondern auch auf Hausaltären, an Straßenkreuzungen oder in Restaurants und Geschäften sieht man Statuen und Bildnisse von ihm. Er wird immer dann angerufen, wenn geistige, physische oder psychische Hindernisse überwunden werden müssen. Als Gott der Weisheit, der Künste und der Wissenschaften spielt er eine wichtige Rolle für Schüler und Studenten. Sein enormer Elefantenkopf ist Sinnbild für geistige Stärke. Die erstaunliche Fähigkeit seines Rüssels, sowohl kraftvoll Bäume auszureißen als auch sensibel einen Grashalm aufzunehmen, steht für hohes Unterscheidungsvermögen - ein wichtiges Ziel indischer Philosophie. Vor allem bei den Zeremonien, die den Übergang in eine neue Lebensphase (Geburt, Jugend, Heirat) oder in den Tod begleiten, garantiert Ganesha den nötigen Schutz. Seit einigen Jahren hat das Volksfest zu seinen Ehren globale Bedeutung gewonnen. Hindus in den USA, in Frankreich, Deutschland und der Schweiz feiern den Gott in aufwändigen Prozessionen. Die aus dem Museum Rietberg, Zürich, übernommene Ausstellung im Ethnologischen Museum gibt anhand von Steinskulpturen, Bronze- und Tonfiguren, Miniaturmalereien, Textilbildern und eines modernen Hausschreins einen Überblick über die unterschiedlichen Aspekte der Ganesha-Verehrung. Von Berliner Hindus durchgeführte Verehrungszeremonien vermitteln darüber hinaus einen Eindruck indischer Religiosität.