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FOTOGRAFIE
Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980

3. Quartal 2020 bis 4. Quartal 2020
Museum für Fotografie

Das Magazin „Fotografie. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ und sein Herausgeber Wolfgang Schulz stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „FOTOGRAFIE. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“. Im Kaisersaal des Museums für Fotografie wird anhand der Arbeiten von Wolfgang Schulz und anderer Fotograf*innen eine wichtige Zeit des Umbruchs in der Geschichte der westdeutschen Fotografie beleuchtet.

Fotografie um 1980

In den Jahren um 1980 erlangte die Fotografie einen neuen Stellenwert im Kunstbetrieb. Neue fotografische Herangehensweisen wurden erprobt, Museen begannen, sich für das Medium zu interessieren, erste Fotogalerien wurden gegründet, 1977 hatte die Fotografie auf der documenta ihren ersten großen Auftritt, und es wurden Zeitschriften gegründet. Ausgangspunkt der Ausstellung zu dieser spannenden Umbruchszeit ist das Magazin „Fotografie. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ (später „Fotografie: Kultur jetzt“), das zwischen 1977 und 1985 vierzigmal erschien und von Wolfgang Schulz herausgegeben wurde. Das Magazin entwickelte sich schnell zu einem viel beachteten, häufig umstrittenen überregionalen Szeneblatt: ein überaus lebendiges Forum für einen weitverzweigten Aufbruch, in dem Kunstkommerz noch keine prägende Rolle spielte.

Wolfgang Schulz: Redakteur und Fotograf

Wolfgang Schulz versuchte, sich festschreibenden Normen zu entziehen und verfolgte als Redakteur der Zeitschrift wie auch als Fotograf, der ein beachtliches Werk geschaffen hat, sehr unterschiedliche Stile und Sujets. Die Zeitschrift scheint heute beinahe vollständig vergessen. Doch die Leistungen des Herausgebers und der beitragenden Autor*innen und Fotograf*innen verdienen es, genauer betrachtet zu werden. Die von ihnen gefundene Mischung aus Bildern und Texten ist eine bedeutende Quelle zur Erkundung einer fotografischen Szene, die um 1980 mit Nachdruck an der Etablierung der Fotografie als einer eigenständigen Kunstform arbeitete.

Fotogeschichte in Westdeutschland

Das Projekt ist ein erster Versuch, ein wichtiges Stück Fotogeschichte in Westdeutschland wiederzuentdecken. Die Ausstellung gliedert sich in vier Abschnitte: Sie würdigt das fotografische Werk von Wolfgang Schulz aus der Zeit um 1980, stellt Werke verschiedener Fotograf*innen vor, deren Arbeit prägend für die Jahre um 1980 wurde, präsentiert alle vierzig Ausgaben der Zeitschrift „Fotografie“ (die in ihrem Nebeneinander ein eindrucksvolles gestalterisches Panorama ergeben) und lässt in Video-Interviews Zeitzeugen im Sinne einer „Oral History“ zu Wort kommen.

Fotograf*innen 

Wolfgang Schulz, Hans Christian Adam, Gosbert Adler, Dieter Appelt, Heiner Blum, Joachim Brohm, Dörte Eißfeldt, Verena von Gagern, André Gelpke, Dagmar Hartig, Andreas Horlitz, Hans-Martin Küsters, Reinhard Matz, Angela Neuke, Heinrich Riebesehl, Wilhelm Schürmann, Holger Stumpf, Ulrich Tillmann/Wolfgang Vollmer, Petra Wittmar und Miron Zownir

Die Ausstellung wird kuratiert von Reinhard Matz, Steffen Siegel und Bernd Stiegler in Zusammenarbeit mit Esther Ruelfs, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Für die Ausstellungsstation in Berlin wurde sie in Zusammenarbeit mit Ludger Derenthal, Kunstbibliothek, erweitert.

Besuchereingang

Jebensstraße 2
10623 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

U-Bahn U1 (Kurfürstendamm); U2, U9 (Zoologischer Garten)
S-Bahn S5, S7, S75 (Zoologischer Garten)
Bus M19, M29 (Kurfürstendamm); M45, M46, M49, X9, X10, X34, 100, 109, 110, 200, 204, 245, 249 (Zoologischer Garten)

So 11:00 - 19:00
Mo geschlossen
Di 11:00 - 19:00
Mi 11:00 - 19:00
Do 11:00 - 20:00
Fr 11:00 - 19:00
Sa 11:00 - 19:00

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen

Museum für Fotografie
10,00 EUR ermäßigt 5,00

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,00 EUR
Weitere Informationen

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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