Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft
Caspar David Friedrichs Gemälde "Mönch am Meer" betrachtet von Clemens Brentano, Achim von Arnim und Heinrich von Kleist

02.06.2006 bis 27.08.2006

Alte Nationalgalerie

Eines der bedeutendsten Gemälde der Romantik, Caspar David Friedrichs "Mönch am Meer", wird mit dieser Ausstellung in den Kontext zeitgenössischer Literatur und Kunsttheorie gestellt. Unter dem Titel "Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft" erschien am 13. Oktober 1810 in der von Heinrich von Kleist herausgegebenen Zeitung "Berliner Abendblätter" ein Artikel über Friedrichs Gemälde, das nur wenige Wochen zuvor in der Berliner Akademieausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden war. Heinrich von Kleist hatte Clemens Brentano und Achim von Arnim um eine Rezension des Bildes gebeten und eine von beiden Autoren je zur Hälfte verfasste vierseitige Handschrift erhalten. Kleist bearbeitete und erweiterte diesen Text und gab ihm eine neue gedankliche Ausrichtung. Kleists wie Brentanos Äußerungen zählen zu den eindrücklichsten und tiefsinnigsten Reflexionen über die damals modernste romantische Landschaftsauffassung. Die Studioausstellung führt erstmals das Gemälde mit den aus dem Frankfurter Goethe-Museum geliehenen kostbaren Autographen und der hiervon abweichenden gedruckten Version zusammen, bereichert um weitere Exponate zum Umfeld.