Ein irakischer Künstler im Exil
Graphiken von Fathel Neema

27.06.2003 bis 14.09.2003

Pergamonmuseum

Jüngste weltpolitische Auseinandersetzungen zeigen, dass diktatorische und ideologische Regimes im Orient beschuldigt werden, die Auseinandersetzung mit dem Abendland auf einen essenziellen Gegensatz hin zu forcieren. Moderne Künstler aus islamischen Ländern können ihre Bewältigungsversuche einer stark empfundenen Kluft zwischen Moderne und Tradition meist nur im Exil verwirklichen. Besonders aufregend erscheinen uns Bilder aus säkularistischen Ländern wie dem Irak, deren vielfältige religiöse und interkulturelle Traditionen im Zusammenprall mit einem sozialistisch geführten Gesellschaftsmodell eine große Herausforderung bedeuteten. Graphiken von Fadel Naima, einem im holländischen Exil lebenden jungen Iraker, geben uns dafür ein Beispiel.