Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten der Staatlichen Museen zu Berlin seit 16. April 2024. Mehr

Tickets

„Der Geschöpfe sind viele ...“
Neuerwerbungen im Kontext der Sammlung

27.05.2023 bis 12.11.2023
Sammlung Scharf-Gerstenberg

Anlässlich einer großzügigen Schenkung stehen 30 Werke des Schweizer Surrealisten Max von Moos (1903–1979) sowie Neuerwerbungen von Hannah Höch (1889–1978), Unica Zürn (1916–1970) und der zeitgenössischen Künstlerin Fatoş İrwen im Zentrum der neuen Sammlungspräsentation in der Sammlung Scharf-Gerstenberg. Ausgehend von Hannah Höchs titelgebender Gouache „Der Geschöpfe sind viele zwischen Himmel und Erde“ (1930) befasst sich die Ausstellung in sechs Kapiteln mit dem Thema des Menschenbildes im Surrealismus.

Bereits bei Odilon Redon (1840–1916), einem Vorgänger des Surrealismus, steht das Motiv des losgelösten Kopfes für eine rein geistige, vom Körper losgelöste, visionäre Kraft. Hans Bellmers (1902–1975) in den 1930er-Jahren während des aufkommenden Nationalsozialismus entstandene Arbeiten veranschaulichen die surrealistische Vorstellung des versehrten Menschen in exemplarischer Weise. Salvador Dalí (1904-1989) und André Masson (1896-1987) oder auch Pablo Picasso (1881-1973) in seiner kurzen surrealistischen Phase und Max von Moos haben den Menschen als Möbel dargestellt oder Teile seines Körpers durch Gegenstände ersetzt. In einer weiteren Gruppe von Werken erscheint das menschliche Gesicht nur noch als Maske. Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs stellen unterschiedliche Künstler wie Richard Oelze (1900-1980) und Jean Dubuffet (1901-1985) oder auch Max von Moos dem denaturierten Menschenbild des frühen Surrealismus die Idee einer Art Renaturierung zur Seite: Wie aus roher Materie entwickeln sich neue Lebewesen und Geschöpfe, von denen sich noch nicht recht sagen lässt, ob sie auch menschlich sein werden.

Die Max von Moos-Stiftung schenkt der Sammlung Scharf-Gerstenberg 30 Werke des Künstlers. Die Neuerwerbung der Werke von Hannah Höch, Unica Zürn und Fatoş İrwen erfolgte durch Julietta Scharf für die Sammlung Scharf-Gerstenberg.

Kuratorin

Die Ausstellung wird kuratiert von Kyllikki Zacharias, Leiterin Sammlung Scharf-Gerstenberg.


Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Schloßstraße 70
14059 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

U-Bahn: Sophie-Charlotte-Platz, Richard-Wagner-Platz
S-Bahn: Westend
Bus: Schloss Charlottenburg, Luisenplatz / Schloss Charlottenburg

So 11:00 - 18:00
Mo geschlossen
Di geschlossen
Mi 11:00 - 18:00
Do 11:00 - 18:00
Fr 11:00 - 18:00
Sa 11:00 - 18:00

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Öffnungszeiten

Museumskarte Sammlung Scharf-Gerstenberg
10,00 EUR ermäßigt 5,00
Sammlung Scharf-Gerstenberg
Ticket kaufen

Jahreskarte ab 25,00 EUR
Ticket kaufen

Museumspass Berlin 3 Tage für Dauerausstellungen
32,00 EUR ermäßigt 16,00
3 Tage für Dauerausstellungen
Ticket kaufen

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,00 EUR
Weitere Informationen

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
Fragen | Buchung | Feedback