Claes Oldenburg
Arbeiten auf Papier

02.10.2012 bis 13.01.2013
Neue Nationalgalerie

Die Präsentation vereint über 30 Zeichnungen und Lithographien Claes Oldenburgs aus den 1960er Jahren. Sie stammen allesamt aus dem Besitz des Berliner Kupferstichkabinetts.

Dem 1929 in Stockholm geborenen US-amerikanischen Pop Art-Künstler diente in den frühen 1960er Jahren die urbane Konsum- und Warenwelt als Inspirationsquelle. Dies bezeugen seine Zeichnungen zu The Street (1960) und The Store (1961-1963). In den beiden, an verschiedenen Orten in New York temporär realisierten Environments verarbeitete Oldenburg seine Eindrücke von den Straßen und Geschäften Manhattans, indem er aus nachgebildeten Konsumgegenständen ganze Ladensituationen arrangierte (The Store) oder den Versuch unternahm, das städtische Leben in Galerieräumen nachzugestalten (The Street).

Während seine meist auf kleinen Notizblättern mit ganz unterschiedlichen Zeichenmitteln entwickelten Skizzen Einblicke in die Genese der beiden Rauminstallationen bieten, haben die zwölf Lithographien von Notes (1968) laut Oldenburg das Ziel, die "über den Tag auf beliebige Papierfetzen gekritzelten Worte und Bilder" in eine permanente Form zu bringen. In ihrem Duktus verweisen die 'gedruckten' Zeichnungen auf die früheren Blätter, beziehen jedoch weitere Bildelemente mit ein. Die besondere Qualität der Lithographien zeigt sich in der Reproduktion der von Oldenburg integrierten Materialien wie liniertem Schreibpapier oder Klebestreifen.

Die Werke demonstrieren eindrucksvoll den Stellenwert schneller, dabei bisweilen farbig angelegter Ideenskizzen für Oldenburgs plastisches Denken und verdeutlichen seine künstlerische Arbeitsweise. Sie ergänzen und bereichern den Blick auf sein bildhauerisches Œuvre, dienen sie doch als kreative Vorstufe auf dem Weg zur Realisierung einzelner Skulpturen bzw. Installationen.

Der spielerisch-lebendige, ja expressive Charakter seiner Zeichnungen ist innerhalb der amerikanischen Pop Art einzigartig. Gleichzeitig überschreitet Oldenburg durch die Isolierung eigentlich trivialer Objekte, wie er sie in den Zeichnungen und Druckgraphiken auslotet, ästhetische Grenzen: Mit der bis ins Absurde gesteigerten, verfremdenden Monumentalisierung etwa einer Eiswaffel oder der Umrisse von Micky Maus wird die Bedeutung der Gegenstände in Frage gestellt - und neu definiert.

Montaggeschlossen
Dienstag10 bis 20 Uhr
Mittwoch10 bis 20 Uhr
Donnerstag10 bis 20 Uhr
Freitag10 bis 20 Uhr
Samstag10 bis 20 Uhr
Sonntag10 bis 20 Uhr
Hinweis: Die verlängerten Öffnungszeiten bis 20 Uhr gelten für die Ausstellungen „Christian Marclay. The Clock“, „Max Ernst bis Dorothea Tanning“, „Gerhard Richter“ und den Amerikanersaal der Sammlungspräsentation „Zerreißprobe“. Die anderen Säle der „Zerreißprobe“ und „Christoph Schlingensief“ sind weiterhin jeden Tag bis 18 Uhr geöffnet.

Hinweis: Der „Birkenau“-Zyklus (2014) wird vorübergehend nicht in der Neuen Nationalgalerie zu sehen sein, da er bis zum 2. März 2026 in der Fondation Louis Vuitton in Paris ausgestellt wird.

Eingang für Besuchende

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10785 Berlin

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Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
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