Biografien der Bilder. Provenienzen im Museum Berggruen
Picasso – Klee – Braque – Matisse

21.11.2018 bis 19.05.2019
Museum Berggruen

Hat ein Kunstwerk eine Biografie? Wer waren seine Eigentümer? Und unter welchen Umständen hat es seine Besitzer gewechselt?

Anhand ausgewählter Themen stellt die Ausstellung die Vielfalt der Geschichte und Provenienzen der Kunstwerke im Museum Berggruen dar. Sie gliedert sich in acht Kapitel, die über die gesamten Ausstellungsräume verteilt präsentiert werden:

  • Kunsthändler und Sammler
  • Der Kunstraub in Frankreich im Zweiten Weltkrieg
  • Daniel-Henry Kahnweiler
  • Picassos Umfeld
  • Picasso und Paul Klee in den USA
  • Afrikanische Werke

Die wissenschaftliche Arbeit der ProvenienzforscherInnen wird unter der Frage Was ist Provenienzforschung? über die Präsentation der Rückseiten von Gemälden und anderen Quellen demonstriert. Sämtlichen erforschten Kunstwerken sind Objektschilder mit Provenienzketten zur Seite gestellt.

Installation „La loi normale des erreurs/Projet Picasso“ von Raphaël Denis

Darüber hinaus widmet sich die zeitgenössische Installation La loi normale des erreurs – Projet Picasso, version Berggruen des französischen Künstlers Raphaël Denis den Enteignungen von Kunstwerken durch den Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg, Hauptakteur des nationalsozialistischen Kunstraubs im besetzten Frankreich. In die künstlerische Auseinandersetzung wurden Werke aus dem Museum Berggruen einbezogen, die von den Beschlagnahmungen des ERR betroffen waren und nach Kriegsende restituiert wurden.

Provenienzforschungs-Projekt

Spätestens seit der Washingtoner Erklärung aus dem Jahr 1998 sind öffentliche Museen verpflichtet, zur Provenienz ihrer Kunstwerke zu forschen und von den Nationalsozialisten beschlagnahmte Raubkunst zu identifizieren. Die Ausstellung bildet den Abschluss eines dreijährigen Forschungsprojektes zu den Provenienzen der 135 Kunstwerke aus dem Bestand des Museum Berggruen, die sich im Eigentum der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz befinden und vor 1945 entstanden sind. Das Forschungsprojekt wurde vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert. Recherchen zu den fünf präsentierten Werken afrikanischer Kunst wurden zusätzlich zum Forschungsprojekt durchgeführt. Die Ergebnisse einer ersten Untersuchung zu ihrer Präsentation sowie ihrer Herkunft gehen auf ein gemeinsames Projekt der Nationalgalerie und der Freien Universität Berlin zurück.

Die Ausstellung entstand in Kooperation der Nationalgalerie und des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Publikation zur Ausstellung

Zu der Ausstellung ist eine Publikation erschienen, die den Bestandskatalog des Museum Berggruen u. a. durch die im Projekt ermittelten Vorbesitzer und Besitzzeiträume ergänzt. Essays und Biografien zu ausgewählten Werken veranschaulichen die Geschichte der Privatsammlung von Heinz Berggruen, verweisen auf Vorbesitzer und führen in die Komplexität der Provenienzen und ihrer Erforschung ein. Abbildungen der Werke, Rückseitenfotos, historische Aufnahmen, Porträts der Sammler und Händler, ein Verzeichnis der untersuchten Kunstwerke mit ausführlichen Provenienzangaben und ein Glossar zu den erwähnten Personen runden den Band ab. Die Publikation "Biografien der Bilder. Provenienzen im Museum Berggruen" kann in der Buchhandlung Walther König oder online im SMB-Webshop erworben werden.

Das Projekt zur Provenienzforschung im Museum Berggruen wurde gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste (Stiftung bürgerlichen Rechts).

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Key Visual der Ausstellung "Biografien der Bilder"
© Staatliche Museen zu Berlin
Museum Berggruen

Die Rückseiten der Kunst: Ausstellung zu Provenienzen

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