28.11.2025
bis
25.05.2026
Humboldt Forum
Wie tief greift der Staat in das private Leben ein? Im Fokus der Ausstellung steht das Spannungsverhältnis von Familie und Staat im 20. Jahrhundert in China und Korea – zwischen Ideologie, Fürsorge und Kontrolle.
Gezeigt werden Fotografien des chinesischen Künstlers He Chongyue, die historische Propagandaparolen zur Ein-Kind-Politik in ländlichen Regionen sichtbar machen, neben eindrücklichen Positionen zur Adoptions- und Geschlechterpolitik in Süd- und Nordkorea aus der eigenen Sammlung.
Ein zentrales Werk ist „Family“ von Mao Tongqiang. Die fotografische Serie veranschaulicht paradigmatisch den Wandel chinesischer Familienstrukturen: von der Produktionsgemeinschaft vergangener Zeiten hin zu konsumorientierten, mobilen und oft kleineren Haushalten. Jane Jin Kaisens poetisch-politische Videoarbeit „The Woman, The Orphan, and The Tiger“ thematisiert transgenerationale Traumata koreanischer Frauen zwischen Kolonialherrschaft, Militärgewalt und transnationaler Adoption. Ein verwandtes Thema verhandelt Mirae kate-hers Rhee in der eigens für die Ausstellung entwickelten Arbeit „K-Orphan Style“, in der sie autoethnografisch ihre eigene Adoption aus Südkorea in die USA reflektiert. Drucke von Siren Eun Young Jung hinterfragen tradierte Geschlechterrollen und eröffnen queere Perspektiven auf Erinnerung, Zugehörigkeit und Identität.
Die Ausstellung wird kuratiert von Maria Sobotka, Kuratorin, Korea Sammlungen und Lu Tian, wissenschaftliche Museumsassistentin in Fortbildung, Museum für Asiatische Kunst
Die Ausstellung findet im Rahmen des Clusters „Beziehungsweise Familie“ im Humboldt Forum statt.
Eine Sonderausstellung des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin
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Ausstellungsort
Öffnungszeiten
| Montag | 10:30 bis 18:30 Uhr |
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| Freitag | 10:30 bis 18:30 Uhr |
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| Sonntag | 10:30 bis 18:30 Uhr |
Abweichende Öffnungszeiten gelten für Veranstaltungen und für die Gastronomie.
Informationen zum Besuch des Humboldt Forums
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