Alle Museen der Staatlichen Museen zu Berlin sind bis auf Weiteres geschlossen. Es finden keine Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Bibliotheken sind weiterhin geöffnet. Weitere Informationen

Die Sammlungen. The Collections. Les Collections

01.08.2013 bis auf Weiteres
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

Aktuell sind folgende Sammlungspräsentationen zu sehen: 

Bis auf Weiteres
Sammlung Marx – Joseph Beuys

Im Westflügel sind Hauptwerke von Joseph Beuys zu sehen, darunter Das Ende des 20. Jahrhunderts, Straßenbahnhaltestelle, Unschlitt und Richtkräfte einer neuen Gesellschaft. Seit 2016 findet die weltweit einmalige Präsentation großformatiger Skulpturen des deutschen Künstlers eine Erweiterung in der Kleihueshalle, die derzeit aufgrund umfassender Sanierungsarbeiten geschlossen ist.  

Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof

Die Präsentation ausgewählter Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof in den hinteren Rieckhallen versammelt Werke von Vertreter*innen der Minimal Art wie von Künstler*innen nachfolgender Generationen in Auseinandersetzung mit Raum, Präsenz und Serialität als Themen der Kunst sowie mit sozialen Fragestellungen und Interaktionen zwischen Werk und Betrachter*innen.

So brechen Künstler*innen der Minimal Art und folgender Strömungen wie etwa der Post-Minimal Art und Konzeptkunst mit formalen Aspekten des Raums der modernen Skulptur und weisen Grundlagen traditioneller Bildhauerei zurück, die sich auf die menschliche Gestalt oder Transzendenz beziehen.

Während Donald Judd (1928-1994) etwa in seiner Arbeit "Untitled" (1991) fünf Aluminiumkuben direkt auf dem Boden platziert und sich bewusst gegen erzählerische und figurative Inhalte wendet, zitiert Rirkrit Tiravanija (*1961) in "untitled 2010" (all the days on the autobahn) (2010) zwar über den Titel und mit einer gleichfalls sockellosen Glasvitrine die Ästhetik und Materialität von Judds Werk. Indem Tiravanija jedoch seinen ausrangierten PKW sowie einen in Blei abgegossenen Kaffeebecher mit der Aufschrift "is this all there is to life" unter einem der Autoreifen als Alltagsobjekte innerhalb des Kubus präsentiert, betont er enge Zusammenhänge von Kunst und Leben. In Isa Genzkens (*1948) und Wolfgang Tillmans‘ (*1968) Installation "Science Fiction / Hier und jetzt zufrieden sein" (2001) verbinden sich unbetitelte verspiegelte Kuben als zentrales Motiv in Genzkens Werken der 1990er-Jahre und Tillmans‘ großformatige Aufnahme einer Tanzfläche nach einer vergangenen Party-Nacht unter dem Titel Wake mit dem musealen Raum, dynamisieren und überlagern ihn und werfen schier endlose Doppelungen ihrer Betrachter*innen zurück. Die Auseinandersetzung mit Raum und Architektur als sozial bestimmtes und bestimmendes Element ist auch zentral in Dan Grahams (*1942) Werk. Seine Studienmodelle von Glas- und Spiegelpavillons in klaren, geometrischen Formen aus industriell gefertigten Materialien verweisen auf Gestaltungsprinzipien der Minimal Art. Zugleich zitieren und überführen sie Traditionen barocker Park- und Gartenpavillons wie auch Stahl-und-Glas-Architekturen der Moderne in die Gegenwart und konfrontieren ihre Betrachter*innen mit dem Prozess der Betrachtung selbst. Wahrnehmung und das „kollektive Unbewusste“ des städtischen Raums untersucht auch Thomas Struth (*1954) in seiner Serie "Unbewusste Orte" – menschenleere Straßen, Plätze und Häuser, die er seit Ende der 1970er-Jahre fotografiert hat. Bruce Naumans „Erfahrungsarchitektur“ "Room With My Soul Left Out, Room That Does Not Care" (1984) in Form eines begehbaren Tunnelkreuzes bildet den Abschluss der Präsentation.

In den vorderen Rieckhallen wird ab September 2020 unter dem Titel Magical Soup Medienkunst von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart aus der Sammlung der Nationalgalerie und der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof im Verbund mit Leihgaben gezeigt. Die Ausstellung versammelt Medienkunstwerke, Installationen und Papierarbeiten internationaler Künstler*innen, deren gemeinsamer Ausgangspunkt das Verhältnis von Ton, Bild und gesellschaftlichem Raum ist.

Bis auf Weiteres
Skulpturen im Außenraum

Im Außenraum vor und hinter dem Museumsgebäude sind Skulpturen und installative, zum Teil begehbare Arbeiten von Hans Peter Adamski, Georg Baselitz, Elmgreen & Dragset, Tom Fecht, Urs Fischer, Robert Indiana, John Knight, Bruce Nauman und Franz West ausgestellt. Außerdem ist eine Lichtinstallation des US-amerikanischen Künstlers Dan Flavin zu sehen. Die Leuchtstoffröhren mit blauem und grünem fluoreszierenden Licht entwarf Flavin 1996 eigens für die Fassade und die historischen Seitenflügel des Museums.

Auch interessant

Zu sehen ist: Christoph Büchel, Training Ground for Training Ground for Democracy, 2007, Installation, Maße variabel, Ausstellungsansicht Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, 2016
© Christoph Büchel und Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection / Foto: Thomas Bruns
Christoph Büchels Installation „Training Ground for Training Ground for Democracy“: ab 22. Oktober 2016 im Hamburger Bahnhof
© Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
20 Jahre Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Besuchereingang

Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

S+U-Bahn, Tram und Bus: Hauptbahnhof

So 11:00 - 18:00
Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00
Mi 10:00 - 18:00
Do 10:00 - 20:00
Fr 10:00 - 18:00
Sa 11:00 - 18:00

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen

Hamburger Bahnhof + Sonderausstellungen
14,00 EUR ermäßigt 7,00
Ticket kaufen

Jahreskarte Classic Sonderausstellungen nicht enthalten
50,00 EUR ermäßigt 25,00

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,00 EUR
Weitere Informationen

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)
Fragen | Buchung | Feedback