Die Sammlungen. The Collections. Les Collections


Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection sowie der Sammlung Marzona. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

Aktuell sind folgende Sammlungspräsentationen zu sehen: 

Bis 27. April 2018
Sammlung Marx

In der Kleihueshalle im Erdgeschoss wird die Sammlung Marx präsentiert. Neben Werken von Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Cy Twombly und Joseph Beuys umfasst die aktuelle Auswahl auch Arbeiten von Walter Dahn, Dexter Dalwood, Rainer Fetting, Keith Haring, Salomé und Julian Schnabel. Damit sind zahlreiche Werke aus den 1980er-Jahren ausgestellt, die längere Zeit nicht zu sehen waren.

Bis 27. April 2018
Skulpturen aus der Sammlung

Im 1. Obergeschoss des Westflügels sind überwiegend figurative Skulpturen aus der Sammlung der Nationalgalerie vom 19. Jahrhundert bis heute ausgestellt. Mit der Frage „Woher kommen wir?“ werden über 60 Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Hans Arp, Louise Bourgeois, Olga Jevrić, Henri Matisse, Nam June Paik, Auguste Rodin u. a. präsentiert.

Bis 27. April 2018
Sehnsuchtsorte von Paul Gauguin bis Tita Salina

Im 1. Obergeschoss West sind – schon im Zusammenhang mit der großangelegten Ausstellung “Hello World. Revision einer Sammlung” – Arbeiten von Künstlern wie I Made Budi, Emil Nolde, Raden Saleh und Walter Spies zu sehen. Die Zusammenstellung spiegelt die facettenreiche Kunstgeschichte Indonesiens wider. Am Beginn stehen orientalistische Gemälde, die – wie bei Horace Vernet – den Orient häufig klischeehaft darstellen. Werke zeitgenössischer Künstler*innen wie etwa Tita Salina, die sich mit der Ökologie künstlicher Inseln befasst hat, schlagen den Bogen in die Gegenwart.

Bis 27. April 2018
Die indische Moderne als gewundener Pfad

Im 1. Obergeschoss Ost ist – im Zusammenhang mit der Ausstellung “Hello World. Revision einer Sammlung” – eine Auswahl zu sehen, die bei der Herausbildung der indischen Moderne im frühen 20. Jahrhundert ansetzt und Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie und des Museums für Asiatische Kunst ins Zentrum stellt. Die Gegenüberstellung politischer Karikaturen von George Grosz und Gaganendranath Tagore sowie die Auswahl von Werken aus den 1950er-Jahren bis in die Gegenwart etwa von Avinash Chandra, Satish Gujral, Somnath Hore und Anish Kapoor hinterfragen den Kanon der westlich geprägten Kunstgeschichte.

Bis 27. April 2018
Aktionskunst, Konzeptkunst, Medienkunst

Ausgehend von der Idee eines »globalen Happenings«, wie sie Marta Minujín, Wolf Vostell und Allan Kaprow 1966 für eine zeitgleich in Buenos Aires, New York und Berlin geplante Aktion erdacht hatten, steht in einer Präsentation in Vorbereitung auf die Ausstellung „Hello World. Revision einer Sammlung“ im Erdgeschoss hinter der Buchhandlung die globale Kommunikation als Medium der Kunst im Mittelpunkt. Neben künstlerischen Arbeiten von Minujín, Vostell, Guillermo Deisler, Joseph Kosuth, Nam June Paik, Mieko Shiomi und anderen zeigen Publikationen und Dokumente zu Ausstellungsprojekten in Mexiko-Stadt, Buenos Aires, New York, Caracas und Tokio das Potenzial der Kommunikation und ihrer Systeme auf, weltweit zirkulierende künstlerische Ausdrucksformen zu schaffen.

Bis auf Weiteres
Joseph Beuys

Im Westflügel sind Hauptwerke von Joseph Beuys zu sehen, darunter Das Ende des 20. Jahrhunderts, Straßenbahnhaltestelle, Unschlitt und Richtkräfte einer neuen Gesellschaft. Seit 2016 findet die weltweit einmalige Präsentation großformatiger Skulpturen des deutschen Künstlers eine Erweiterung in der Kleihueshalle. Die jüngste Erwerbung des Sammlers Erich Marx, das Environment Das Kapital Raum 1970–1977, 1980 von Beuys für die Venedig-Biennale geschaffen, ist dort dauerhaft installiert. Die Arbeit bezieht sich, wie ihr Titel ausweist, auf die Begriffsarbeit von Beuys, vor allem auf seinen in Auseinandersetzung mit Karl Marx entwickelten neuen Kapitalbegriff. Beuys hatte in Gesprächen mit dem Publikum während der documenta 5 und 6 u.a. diesen Begriff herausgearbeitet, der sich nicht mehr auf das ökonomische, sondern auf das geistig-kreative Vermögen des Menschen bezog. Insofern hat Beuys die Kunst als modellhaften Ausdruck der Schöpferkraft (Kunst = Kreativität) mit dem Kapital (Kunst = Kapital) gleichgesetzt. Die 36 Tafeln an der Rückwand des Raumes legen Zeugnis von diesem diskursiven Prozess ab. Die auf dem Boden verteilten Instrumente, Gebrauchsgegenstände, getrocknete Gelatine und Tafeln beziehen sich auf zwei Aktionen, die Beuys 1970 in Basel und Edinburgh aufgeführt hatte.

Bis auf Weiteres
Skulpturen im Außenraum

Im Außenraum vor und hinter dem Museumsgebäude sind Skulpturen und installative, zum Teil begehbare Arbeiten von Georg Baselitz, Urs Fischer, Robert Indiana, John Knight, Bruce Nauman und Franz West ausgestellt. Außerdem ist eine Lichtinstallation des US-amerikanischen Künstlers Dan Flavin zu sehen. Die Leuchtstoffröhren mit blauem und grünem fluoreszierenden Licht entwarf Flavin 1996 eigens für die Fassade und die historischen Seitenflügel des Museums.

 

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© Staatlichen Museen zu Berlin / Anika Büssemeier
Kuratorenrundgang mit Anna-Catharina Gebbers

Do 26.04.2018 18:00 Uhr
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
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Zeit zum Erleben

Sa 19.05.2018 15:00 Uhr
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Öffentliche Führung
Weitere Termine : Sa 16.06.2018   Sa 21.07.2018   Sa 18.08.2018   Mehr

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Ausstellen, Aufstellen, Abstellen?


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IST DAS KUNST, ODER KANN DAS WEG?


Ausstellungsgespräch

© Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin / Uli Klose
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Ausstellungsgespräch

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WIE KUNSTWERKE ENTSTEHEN


Workshop

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Kassenschluss und letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließung des Museums.

Zurzeit sind die Rieckhallen wegen Ausstellungsaufbaus geschlossen.

Vom 16.4. – 25.4.2018 ist die Kleihueshalle nur eingeschränkt zugänglich.

Am Freitag, 20.04.2018 bleibt der Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin wegen der der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geschlossen.

Hamburger Bahnhof
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