Ein Vortrag mit Perspektivenwechsel von Berit Mohr.

Die modischen Impulse kommen Ende des 19. Jahrhunderts aus Berlin: „Modetempel“ oder „Mode Bazar“ lauten die exotisierenden Namen der neugegründeten Kaufhäuser. Dort findet edle Kleidung reißenden Absatz, denn durch die Erfindung von Standardgrößen und serielle Herstellung ist Luxusware für breitere Gesellschaftsschichten erschwinglich geworden. Häufig wird sie von Textilarbeiterinnen in Heimarbeit hergestellt: ein neuer Arbeitsmarkt entsteht.

Wichtiger Bestandteil der damaligen Damenmode war Fischbein. Das gleichermaßen biegsame wie steife Material wurde aus den Barten großer Wale gewonnen und spielte für die Formung der weiblichen Silhouette eine entscheidende Rolle.
Während draußen im Atlantik die massenhaft gejagten Wale um ihr Überleben kämpfen, beginnen die Frauen in den Städten, ihre Rechte einzufordern.

Berit Mohr interessiert sich für menschliche Geschichten, die unter die (zweite) Haut gehen. Sie ist Kulturwissenschaftlerin (MA. Theaterwissenschaft/ Ethnologie/ Anthropologie) und Mediatorin und hat viele Jahre als Kostümbildnerin gearbeitet.

 

Vernähte Spuren.
Historische „Fischbeinstäbchen“ in einem Mieder aus dem Mode Bazar Gerson & Co Berlin

Vortrag

Angebote für: Erwachsene
Termin: Do 18.01.2018 18:00 Uhr
Ort: Kulturforum
Treffpunkt: Vortragssaal Kunstgewerbemuseum
Kosten: Kostenfrei Anmeldung: nicht erforderlich
Ausstellung: Ein Haus für Kunst, Mode und Design
Sammlung: Kunstgewerbemuseum
Veranstaltungsreihe: MODE Thema MODE

Im Kalender eintragen