Die umfangreiche Biographie stellt das facettenreiche Leben eines international aktiven preußischen Beamten dar. Im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. sollte er eine Vorbildersammlung der europäischen Kulturen anlegen, um die schlesischen Handwerker und Fabrikanten in die Lage zu versetzen, in verschiedenen Sparten konkurrenzfähige schöne Produkte herzustellen.

Im Jahr 1844 konnte Alexander von Minutoli (1806-1887) einer interessierten Öffentlichkeit schon über 3.000 Objekte - vor allem aus Familienbesitz - in seiner Liegnitzer Wohnung zeigen. Im "Museum Minutoli" im Liegnitzer Schloss präsentierte er die kunstgewerblichen Stücke zunächst nach historischen und technologischen Gesichtspunkten geordnet. 1857 umfasste die Ausstellung bereits 28.000 Gegenstände in 18 Räumen. Einige von ihnen waren bis hin zur Innenarchitektur stilgeschichtlichen Epochen entsprechend dekoriert worden, so dass sich der Besucher gleichsam in eine Zeitmaschine versetzt fühlen konnte.

Die von Alexander von Minutoli zusammengetragene Sammlung wurde zu einem wichtigen Vorbild für das 1867 gegründete Deutsche Gewerbe-Museum zu Berlin, das heutige Kunstgewerbemuseum. Ein Großteil der Sammlung des Alexander von Minutoli gelangte in das junge Berliner Kunstgewerbemuseum, wo es einen bedeutenden Grundstock des Bestandes bildete.

Margret Dorothea Minkels: Alexander von Minutoli. Der Gründer des ersten Kunstgewerbemuseums der Welt (1844)

Buchpräsentation

Vortrag

Termin: Fr 15.12.2017 14:30 Uhr
Ort: Kulturforum
Treffpunkt: Vortragssaal Kunstgewerbemuseum
Kosten: nur Museumseintritt Anmeldung: nicht erforderlich
Ausstellungen: Ein Haus für Kunst, Mode und DesignBerliner Schatzhäuser. 150 Jahre Kunstgewerbemuseum Berlin
Sammlung: Kunstgewerbemuseum

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