Mit etwa 350 Objekten gibt die Ausstellung erstmalig einen umfassenden Einblick in die Welt des Vodou. Im Zentrum steht der Bizango, eine Vodou-Geheimgesellschaft, deren Objekte in Haiti nur eingeweihte Mitglieder sehen durften, die also einer breiten Öffentlichkeit bisher verschlossen waren. Die gezeigten Objekte sind eine Auswahl aus der etwa 3.000 Vodou-Artefakte umfassenden Sammlung, die die Schweizerin Marianne Lehmann in Port-au-Prince in Haiti in den letzten dreißig Jahren zusammengetragen hat.
Am 12. Januar 2010 ereignete sich in Haiti ein verheerendes Erdbeben. Die Sammlung Lehmann hat das Beben trotz schlechter Unterbringung weitgehend unbeschadet überstanden.
Es ist geplant, einen Teil der Eintrittsgelder dem Bau eines Kulturzentrums in Haiti zukommen zu lassen, in welchem die Sammlung Lehmann einen neuen Aufbewahrungsort erhalten soll.