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Institut für Museumsforschung

"Forschung bei den Staatlichen Museen zu Berlin" (Publikation der Staatlichen Museen zu Berlin, 2007)

Forschungsprojekte und Kooperationen des Instituts für Museumsforschung

museumsvokabular.de
"museumsvokabular.de" ist eine Initiative zur Bereitstellung, Bearbeitung und Angleichung von Museumsvokabular. Um Museumsobjekte zu inventarisieren und für die Katalogisierung zu beschreiben, ist - gemäß der ungeheuren Vielfalt an Objekten - umfangreiches, fachlich gestütztes Vokabular erforderlich. Um wichtige, für grundlegende Arbeiten notwendige Vokabulare leicht und zusammenhängend verfügbar zu machen, haben die Fachgruppe Dokumentation/Deutscher Museumsbund, das Zuse-Institut Berlin, das digicult-SH-Projekt und das Institut für Museumsforschung diese Initiative ins Leben gerufen und bauen sie kontinuierlich aus.
www.museumsvokabular.de

MICHAEL (Multilingual Inventory of Cultural Heritage in Europe)
MICHAEL ist ein Kulturportal für digitalisierte Bestände und Sammlungen in Europa. Es ermöglicht einen weltweiten Zugang zum europäischen Kulturerbe, indem es die vielfältigen digitalen Sammlungen aus Museen, Bibliotheken und Archiven zentral präsentiert.
Frankreich, Großbritannien und Italien haben bereits eigene länderspezifische Portale entwickelt. Das deutsche Portal wird zurzeit aufgebaut (www.michael-portal.de). An der Gründung des deutschen Portals sind sieben Institutionen beteiligt, die digitale Bestände in deutschen Kultureinrichtungen ermitteln und vernetzen. Alle nationalen Portale werden zu einem europäischen Portal vernetzt, das den Nutzern mehrsprachige Zugänge bietet.
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist Partner von MICHAEL. Die deutschlandweite Koordination liegt bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ausführendes Organ ist das Institut für Museumsforschung.
www.michael-culture.org

Weiterführende Links:
www.numerique.culture.fr
www.michael-culture.org.uk
michael.beniculturali.it
www.minervaeurope.org

BAM (Portal für Bibliotheken, Archive und Museen)
Das BAM-Portal liefert Informationen zu Literatur, Archivalien und Objekten aus Bibliotheken, Archiven und Museen in einer gemeinsamen Suche und umfasst gegenwärtig mehr als 30 Millionen Datensätze.
Die Gruppe der Projektpartner erweiterte sich 2005 um die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Zurzeit steht neben der technischen Verbesserung des Portals und der Realisierung eines Betreiberkonzeptes für die langfristige Sicherung des Online-Angebotes vor allem die Integration weiterer Quellen im Vordergrund.
Das Institut für Museumsforschung betreut das Portal für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Museen in Deutschland.
Das BAM-Portal wird von der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) gefördert.
www.bam-portal.de

kulturerbe-digital.de
Mit "kulturerbe-digital.de" wird ein Informationsportal zu Fragen der Digitalisierung im Kulturbereich aufgebaut. Das Internetportal soll die deutsche und internationale Öffentlichkeit umfassend über die zahlreichen deutschen Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung von Kulturgut informieren. Durch den Aufbau des Portals werden die vielfältigen vorhandenen Ressourcen, insbesondere des Digital Library Forums und EUBAM miteinander vernetzt.
Im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz realisiert das Institut für Museumsforschung die praktische Umsetzung der Website.
Kulturerbe digital ist ein von der DFG (Deutschen Forschungsgemeinschaft) gefördertes Projekt von EUBAM (in Zusammenarbeit mit Digital Library Forum).
www.kulturerbe-digital.de

Weiterführende Links:
www.eubam.de
www.dl-forum.de

DiFoSa
Das Projekt DiFoSa (Entwicklung und Abwägung von Verfahren und Strategien zur Optimierung der Digitalisierung fotografischer Sammlungen in deutschen Museen) beschäftigt sich mit der Digitalisierung fotografischer Sammlungen in Museen. Das wissenschaftliche Projekt der Staatlichen Museen zu Berlin wird am Institut für Museumsforschung durchgeführt, Ziel ist es, optimierte Strategien für die Digitalisierung fotografischer Museumssammlungen zu ermitteln und an den realen Möglichkeiten der Museen orientierte praktische Ratschläge zu formulieren. Auf der sich im Aufbau befindlichen Projektwebseite werden Museen zu einer aktiven Mitwirkung eingeladen.
www.sepiadigital.de
Teil des Projektes ist ebenfalls der Versuch einer Bestandsaufnahme: Wer hat welche Bestände an historischen Fotografien? Wie sind diese erschlossen? Wie sind sie zugänglich? Sind sie bereits digitalisiert? Dieser Teil des Projektes greift über den Museumsbereich hinaus und erfasst auch Bestände in Archiven, Bibliotheken und Denkmalinstitutionen, um Möglichkeiten einer gemeinsamen Nutzung des fotografischen Erbes zu eruieren. Für diesen Projektteil gibt es eine eigene Internetseite.
www.fotoerbe.de

nestor II (Network of Expertise in long-term Storage and availability of digital Resources in Germany)
Ziel von nestor II ist es, bestehende Aktivitäten zur Langzeitarchivierung und Langzeitverfügbarkeit digitaler Quellen in Deutschland durch Austausch und Kooperation auf nationaler und internationaler Ebene zu verbessern. Besondere Schwerpunkte von nestor II sind einerseits die Fragestellungen, die sich für die Langzeitarchivierung digitaler Daten im Umfeld von eScience und Grid-Computing ergeben, andererseits aber auch die Langzeitarchivierung multimedialer Objekte und die Möglichkeiten der Bewertung von Archivservern im Hinblick auf Vertrauenswürdigkeit.
Das Internetportal bündelt vielfältige Informationen in deutscher Sprache und bietet einen Zugang zu internationalen Quellen.
Das Institut für Museumsforschung ist für das deutsche Museumswesen Projektpartner von nestor II.
www.langzeitarchivierung.de

www.euromuse.net
Das Ausstellungsportal euromuse.net informiert kompetent und aktuell über die größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Europas. Das Portal bündelt auf einer Website Informationen zu Sonderausstellungen, Institutionen und Sammlungen und erleichtert so den Zugang zur vielfältigen europäischen Museumswelt.
Bereits über 150 Museen aus 17 europäischen Ländern präsentieren unter www.euromuse.net ihre Sammlungen und Sonderausstellungen. Darunter beispielsweise das Pariser Musée du Louvre, die Uffizien in Florenz, die Staatlichen Museen zu Berlin und das Jüdische Museum in Prag. Alle Texte zu den Ausstellungen und Sammlungen werden in Englisch und in der Landessprache des Museums auf dem Portal veröffentlicht.
Das Institut für Museumsforschung betreut euromuse.net für die Staatlichen Museen zu Berlin.
www.euromuse.net

EUBAM (Portal zu europäischen Angelegenheiten für Bibliotheken, Archive, Museen und Denkmalpflege)
EUBAM ist eine interministerielle Bund-Länder-Arbeitsgruppe, die aus einem Zusammenschluss von Vertretern aus Politik, Kultur sowie von Experten der Bereiche Bibliotheken, Archive, Museen und Denkmalpflege besteht.
Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Prof. Dr. h. c. Klaus-Dieter Lehmann ist Vorsitzender der EUBAM-Arbeitsgruppe. Das Institut für Museumsforschung ist für die Museen in der Arbeitsgruppe tätig, die Staatsbibliothek zu Berlin vertritt die deutschen Bibliotheken.
EUBAM informiert über die Digitalisierung im europäischen Kontext. Auf der Website präsentiert es Informationen zu Förderprogrammen und Informationsdiensten im kulturellen Bereich und berichtet über Veranstaltungen, Erhebungen oder Ausschreibungen.
Das Portal richtet sich an Institutionen, deren Interessen es gegenüber den amtlichen Stellen der Europäischen Union vertritt, und an staatliche Stellen in Deutschland, die es bei der Formulierung von politischen Zielen zur Erhaltung und Pflege des gemeinsamen kulturellen Erbes unterstützt.
www.eubam.de

MINERVA (Ministerial Network for Valorising Activities in digitisation)
Ziel von MINERVA ist es, eine europäische Plattform für Digitalisierungsaktivitäten im kulturellen Bereich zu schaffen.
Das Netzwerk wird seit 2002 im Rahmen von mehreren EU-Projekten (MINERVA, MINERVA Plus, MINERVA eC) gefördert.
Im Rahmen von MINERVA werden - durch Handreichungen und Empfehlungen - die Vorgaben der National Representatives Group (NRG) umgesetzt. Die NRG wurde 2001 gegründet, um die Digitalisierungsprogramme der EU-Mitgliedsstaaten im Kulturbereich zu koordinieren. Ihr gehören Vertreter aus den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission an. Deutschland wird durch drei Personen vertreten:
Monika Hagedorn-Saupe (Stellvertretende Leiterin des Instituts für Museumsforschung) für EUBAM
Dr. Gerald Maier (Landesarchiv Baden-Württemberg) für die Länder
Werner Weber (Referat K 34 - Internationale Zusammenarbeit im Kulturbereich beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) für den Bund
Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist deutscher Partner von MINERVA.
www.minervaeurope.org

Weiterführende Links:
www.eubam.de

EGMUS (European Group on Museum Statistics)
EGMUS entstand 2002 aus der Zusammenführung von zwei Initiativen: die seit 1994 jährlich vom Institut für Museumsforschung organisierte internationale Tagung zur Museumsstatistik in Berlin und eine der Arbeitsgruppen der vom Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) 1997 gegründeten Leadership Group (LEG) zur "Harmonisation of Cultural Statistics in the EU". EGMUS sammelt zentral museumsrelevante Daten und Statistiken, um eine bessere Vergleichbarkeit der nationalen Museumsstatistiken zu erreichen.
2004 erschien als erste Präsentation "A Guide to European Museum Statistics" (Materialien aus dem Institut für Museumskunde, Sonderheft 3, ISSN 0931-4641 Sonderheft 3) mit Museumsstatistiken von 23 europäischen Ländern. 2007 wird voraussichtlich die nächste Publikation mit aktuellen Daten erscheinen. Zurzeit wird an der Realisierung einer Website gearbeitet, auf der alle Daten und Statistiken bereitstehen, um einen direkten Vergleich zu ermöglichen.
Koordiniert wird EGMUS von
- Deutschland (Monika Hagedorn-Saupe, Institut für Museumsforschung)
- Luxemburg (Guy Frank, Ministère de la Culture, de l'Enseignement supérieur et de la Recherche)
- Niederlanden (Vladimir Bina, Research Co-Ordinator Ministry of Education, Culture and Science)
- Frankreich (Jeannine Cardona, Département des Etudes et de la Prospective, Ministère de la Culture et de la Communication)

NEMO - the Network of European Museum Organisations
Das Netzwerk Europäischer Museumsorganisationen hat sich zum Ziel gesetzt, als beratendes Organ für die Europäische Union zu fungieren und der im Maastrichter Vertrag formulierten Idee einer wachsenden Bedeutung und eines größeren Stellenwertes der Kultur in Europa Rechnung zu tragen.
Schwerpunktthemen der nunmehr dreizehnjährigen Netzwerk-Tätigkeit sind die Vertretung der Belange und der Bedeutung der Museen in Europa bei den Gesetzgebern, die Verbreitung von Informationen über museumsrelevante Initiativen der Europäischen Union sowie die Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs von Museen und Museumsorganisationen in Europa.
2006 und 2007 liegt der Vorsitz bei Mechtild Kronenberg, Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes. Monika Hagedorn-Saupe, Stellvertretende Leiterin des Instituts für Museumsforschung ist die zweite deutsche Vertreterin.
www.ne-mo.org

Tandem - Forschungsprojekt: "Vom Imperialmuseum zum Kommunikationszentrum? Zur neuen Rolle des Museums als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und nicht-westlichen Gesellschaften"
Untersucht werden soll die neue Rolle des Museums in nicht-westlichen Kontexten. Das Projekt geht von der Annahme aus, dass die Globalisierung die künstlerischen und kulturellen Äußerungen nicht-westlicher Gesellschaften grundlegend verändert - und zwar in Richtung einer "Retraditionalisierung". Ziel der Analyse ist es, Erkentnisse über die Zukunft von Museen zu gewinnen, indem kulturpolitische Aspekte der Globalisierung an regional unterschiedlichen Stätten untersucht und der Frage nachgegangen wird, inwiefern die wichtigen Säulen musealer Arbeit - das Sammeln, Erforschen und Vermitteln - durch diese Prozesse betroffen sind.
Das Projekt wird von der Volkswagenstiftung gefördert und gemeinsam durch das Institut für Islamwissenschaft der FU Berlin, das Institut für Museumsforschung sowie dem Museum für Indische Kunst, dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Islamische Kunst in Berlin durchgeführt.
www.volkswagenstiftung.de