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Museum Europäischer Kulturen
Fr 30. November 2012 - So 3. Februar 2013

Weihnachtspyramiden
Tradition und Moderne

Pyramidenförmige Lichtergestelle gab es früher in vielen Regionen. Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt des 19. Jahrhunderts waren die "Perjemiden" nicht wegzudenken. Erst als es mit den Eisenbahnen möglich wurde, frisch geschlagene Weihnachtsbäume in die Städte zu bringen, wurden diese Gestelle verdrängt. Fast wären sie ganz in Vergessenheit geraten, hätte es nicht aus dem Erzgebirge die drehbaren Pyramiden mit Flügelrad gegeben, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen.

Die Ausstellung "Weihnachtspyramiden. Tradition und Moderne" zeigt ungefähr 100 Weihnachtspyramiden aus der reichhaltigen Sammlung des Museums Europäischer Kulturen. Die ältesten stammen von 1900, die jüngsten wurden vor kurzem erworben.

Ausgehend von der einfachen Stabpyramide bis zur großen, mehrstöckigen Ausführung werden sehr unterschiedliche Pyramiden und ihre Geschichten vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf jenen des Erzgebirges, aber auch Sonderformen, wie das Sebnitzer Schattenspiel, der Holdenstedter Engelstock und der Hiddenseer Bügelbaum werden präsentiert. Beispielhaft wird ebenfalls auf moderne Entwicklungen hingewiesen.

Als größte Pyramide ist die über drei Meter hohe Cunersdorfer Ortspyramide im Museumsgarten in der Arnimallee 25 zu sehen. Nicht zuletzt tragen Objekte wie diese heute dazu bei, dass die Ausstrahlung der Weihnachtspyramiden weit über Deutschland hinausgeht.

Veranstalter:

Museum Europäischer Kulturen

BildunterschriftWeihnachtspyramide, um 1900
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen, Foto: Ute Franz-ScarcigliaEnde der Bildunterschrift