Vortragsreihe zur Ausstellung
Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945

21.01.2016
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

21. Januar – 14. Juli 2016

Die in der Neuen Galerie des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin präsentierte Ausstellung „Die schwarzen Jahre. Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945" zeigt eine Auswahl von heute in der Sammlung der Nationalgalerie vorhandenen Kunstwerken, die in den Jahren des Nationalsozialismus entstanden sind, damals erworben oder beschlagnahmt wurden. Jedes Kunstwerk hat eine eigene Geschichte, und erst die Einzelgeschichten setzen sich zu einer größeren Geschichte zusammen. Die Ausstellung will Geschichte durch Geschichten vermitteln; sie will durch ausgewählte Exponate Beziehungen zwischen Kunst und Staat, Kunst und Künstler, Kunst und Leben, Kunst und Gesellschaft beschreiben.

Begleitet wird die Ausstellung durch eine am 21. Januar 2016 startende Vortragsreihe, die Einblicke in aktuelle Forschungsbeiträge ermöglicht: Wie gehen Museen heute mit „NS-Kunst" um? Welche Handlungsspielräume hatten Künstler und Institutionen zwischen 1933 und 1945? Welche neuen Erkenntnisse liefert die Provenienzforschung bei den Staatlichen Museen zu Berlin?

Donnerstag, 21. Januar 2016
Oliver Kase, Pinakothek der Moderne München:
NS-Kunst zeigen? Die Ausstellung „GegenKunst" in der Pinakothek der Moderne München

Donnerstag, 18. Februar 2016
Bettina Keß, kulturplan Würzburg:
Tradition & Propaganda. Wie in Würzburg eine nationalsozialistische Vorzeigesammlung entstand und wie sich heute mit ihr umgehen lässt

Donnerstag, 17. März 2016
Christina Thomson, Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin:
Schwarze Jahre – Weiße Flecken. Provenienzforschung zur Klassischen Moderne

Donnerstag, 7. April 2016
Wolfgang Ruppert, Universität der Künste Berlin:
Karriere, Kunstbetrieb oder Ausgrenzung. Hatten Künstler im Nationalsozialismus Handlungsspielräume?

Donnerstag, 16. Juni 2016
Angela Lammert, Akademie der Künste Berlin:
Schwarze Träume. Künstlerinnen und Künstler im Atelierhaus Klosterstraße Berlin

Donnerstag, 28. April 2016
Bernhard Fulda, University of Cambridge:
Dem Vogel das Singen verbieten. Berufsverbote für Künstler im Nationalsozialismus

Donnerstag, 26. Mai 2016
Aya Soika, Bard College Berlin:
Nordischer Expressionismus. Neues zu Nolde

Donnerstag, 14. Juli 2016
Andrea Meyer, Technische Universität Berlin:
Der Verein der Freunde der Nationalgalerie im Nationalsozialismus

Die Vortragsreihe wird ermöglicht durch die Unterstützung der Ferdinand-Möller-Stiftung.