Über kurz, mittel oder lang: Die Staatlichen Museen zu Berlin rufen Studierende aller Disziplinen zur Partizipation auf

20.01.2015
Altes Museum

Unter dem Titel "Über kurz, mittel oder lang" läuft derzeit ein neues Bildungsprojekt der Staatlichen Museen zu Berlin: Studierende und Lehrende der Berliner Hochschulen und Universitäten sind eingeladen, sich aktiv in die Arbeit der Museen einzubringen und diese langfristig zu begleiten.

Die Einstiegsveranstaltung, das WINTER CAMP, findet vom 23. bis 25. Januar 2015 im Alten Museum mit rund hundert Studierenden statt (Anmeldung abgeschlossen). Unterstützung bei der Erschließung von Feldern studentischer Teilhabe und Inhalten für die weitere Zusammenarbeit bieten Künstlerinnen und Künstler, die in diesen Tagen Workshops leiten. Es werden experimentelle Ansätze der Kunstvermittlung getestet und neue Möglichkeiten der Partizipation ausprobiert. Die erarbeiteten Ansätze werden abschließend im Plenum präsentiert und diskutiert. Darüber hinaus sollen Organisationsstrukturen aufgebaut und Grundlagen für eine dauerhafte, dynamische Vernetzung erstellt werden.

In einem Zeitraum von drei Semestern soll das Teilnehmerspektrum erweitert und universitätsübergreifende Kommunikations- und Aktionsräume geschaffen werden, in dem die Studierenden interdisziplinär an fachübergreifenden Themenstellungen arbeiten. Nach der ersten Annäherung im Wintersemester 2014/15 besteht das Ziel im Sommersemester 2015 darin, dass die Studierenden konkrete Formate wie eine Veranstaltungsreihe, einen Projektraum, Vermittlungstools oder ähnliches konzipieren und realisieren. Im Wintersemester 2015/16 soll vor allem die interdisziplinäre Arbeit im Mittelpunkt stehen. Angestrebt wird die Untersuchung und Bearbeitung eines Themas von Studierenden unterschiedlicher Studiengänge mit den methodischen Zugängen aus ihren jeweiligen Fachrichtungen.

Perspektivisch sollen die zuvor aufgebauten Strukturen und Formate eine weiterführende Zusammenarbeit sichern und das studentische Engagement innerhalb der Bildungsarbeit der Staatlichen Museen zu Berlin fest verankern. Über die Regelstudienverläufe hinaus soll es für Studierende möglich sein, eigenverantwortlich neue Wege in der Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zu bestreiten.

Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin:

"Immer wieder suchen wir in unseren Museen nach Möglichkeiten, unsere Besucherinnen und Besucher aktiv an der Deutung unserer Sammlungsobjekte teilhaben zu lassen. Das Projekt Über kurz, mittel oder lang greift diesen Ansatz auf und lädt zum kreativen Umgang mit den Exponaten ein. Wir schätzen uns glücklich, dass die Sparkassen-Finanzgruppe dieses Experiment ermöglicht und sind gespannt auf die Ergebnisse."

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes: "Junge Menschen sind die Museumsbesucher von morgen! Wir finden es sinnvoll und wichtig, jungen Wissenschaftlern die Chance zu geben, sich an kulturellen Prozessen aktiv zu beteiligen. Das ist gleichermaßen bereichernd für sie und für unsere Gesellschaft. Als größter nicht-staatlicher Kulturförderer ist es der Sparkassen-Finanzgruppe ein großes Anliegen, sich überall in Deutschland besonders im Bereich Bildung und Vermittlung sowie für den künstlerischen Nachwuchs zu engagieren. Wir freuen uns sehr, dass wir als Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin hierzu einen weiteren Beitrag leisten können."

Das Bildungsprojekt wird gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe.

 

Konzept:

Heike Kropff, Leiterin, Bildung und Kommunikation, Staatliche Museen zu Berlin

Patrick Presch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Bildung, Vermittlung, Besucherdienste, Staatliche Museen zu Berlin

Kontakt Projektleitung:

Patrick Presch

Tel. +49 30. 266 42 22 32

p.presch@smb.spk-berlin.de

Weitere Informationen:

http://studierende.smb.museum