Auf dem Foto sind die Teilnehmer des diesjährigen Museum Experts Exchange Program (MEEP) beim Vorbereitungssseminar vor den Museen Dahlem - Staatliche Museen zu Berlin zu sehen.
© Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Katharina Hoins

Staatliche Museen in Berlin, Dresden und München setzen Austausch mit China fort

14.05.2014

Die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München entsenden Restauratoren zu neuem Museum Experts Exchange Program (MEEP) nach Peking, Shanghai und Guangzhou.

Zehn Restauratorinnen und Restauratoren aus den Staatlichen Museen zu Berlin, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München werden ab 11. Mai 2014 im Rahmen des von den drei Museumsverbünden neu aufgelegten Museum Experts Exchange Program (MEEP) für drei Wochen nach China reisen, um sich vor Ort mit Fachkollegen aus vier chinesischen Museen auszutauschen und fortzubilden. Im Oktober dieses Jahres besuchen die chinesischen Spezialisten für Restaurierung und Konservierung im Gegenzug Berlin, Dresden und München.

Das Projekt stellt eine Weiterentwicklung des Kulturaustauschprogramms dar, das die deutschen Museen gemeinsam mit dem National Museum of China von 2010 bis 2012 erfolgreich durchgeführt haben und an dem insgesamt knapp fünfzig Museumsexperten teilnahmen. Für das neue Museum Experts Exchange Program konnten Berlin, Dresden und München als zusätzliche Partner das National Art Museum of China (NAMOC), das Shanghai Museum und das Guangdong Museum of Art in Guangzhou sowie das Goethe-Institut China gewinnen, welches das Programm maßgeblich unterstützt. In Dresden wird das Programm durch die Museum and Research Foundation gefördert.

Bei dem Programm, dessen jährliche Schwerpunkte die sieben beteiligten Museen gemeinsam entwickeln, steht vor allem der Austausch auf fachlicher Ebene im Vordergrund. Es ist darauf angelegt, den kontinuierlichen Austausch zwischen chinesischen und deutschen Museumsfachleuten nachhaltig zu intensivieren und die Entwicklung von Kooperationsprojekten langfristig zu fördern. Es trägt so auch zur weiteren Vertiefung der kulturellen Beziehungen und der interkulturellen Verständigung zwischen China und Deutschland bei.

Unter den Teilnehmern des diesjährigen Durchgangs mit dem Themenschwerpunkt "Restaurierung und Konservierung kulturellen Erbes" sind Spezialisten für Materialien von Papier und Porzellan über Gemälde und Textil bis zu Metall. Fachleute für jahrhundertealte Objekte sind ebenso eingebunden wie Experten für Gegenwartskunst. Sie alle werden sich in China mit den Kolleginnen und Kollegen der Partnerinstitutionen über aktuelle Projekte in Konser-vierung und Restaurierung sowie die Themen Ausstellungspräsentation und Sammlungsma-nagement austauschen und die jeweilige Restaurierungspraxis kennenlernen.

Die deutschen und die chinesischen Partnermuseen blicken bereits auf langjährige, vertrauensvolle Beziehungen zurück. Begonnen hat das gemeinsame China-Engagement der Staatli-chen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München 2005 mit der Foto-Ausstellung "Humanism in China" und wurde 2008 mit den Ausstellungen "Living Landscapes: A Journey through German Art" und "Gerhard Richter" im National Art Museum of China (NAMOC) sowie 2011 - 2012 mit "Die Kunst der Aufklärung" fortgesetzt.

Erfahrungen und Eindrücke der Reise nach China werden regelmäßig auf dem Blog http://meepchina.tumblr.com veröffentlicht.

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