Nationalgalerie trauert um Karl Otto Götz

23.08.2017
Neue Nationalgalerie

Der Maler Karl Otto Götz ist im Alter von 103 Jahren verstorben. Zu seinem 100. Geburtstag hatte ihm die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin 2013/2014 eine umfangreiche Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie gewidmet.

„K.O. Götz wird uns in Erinnerung bleiben als einer der bedeutendsten Protagonisten der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts“, sagt Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie.

K.O. Götz gilt als prägende Figur der informellen Malerei in Europa nach 1945. Wuchtig-explosive Pinselschwünge charakterisieren seine Gemälde und bilden den rasend schnellen Malprozess ab. Auch in hohem Alter hatte der 1914 in Aachen geborene Götz nichts von seiner malerischen Vitalität eingebüßt und noch nach der Jahrtausendwende großformatige Bilder hergestellt. Von 1934 bis 2010 datierten die Werke der großen K.O. Götz-Retrospektive, die 2013/2014 im Mies-van-der-Rohe-Bau der Neuen Nationalgalerie stattfand. Zwischen 1958 und 1979 lehrte Götz an der Düsseldorfer Kunstakademie, zu seinen Schülern zählten Gerhard Richter, Sigmar Polke und Franz Erhard Walther ebenso wie die Malerin Rissa, die Götz 1965 heiratete.

Mit Karl Otto Götz verliert die Kunstwelt eine prägende Figur des 20. Jahrhunderts. Der Nationalgalerie, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Publikum werden seine Gemälde in Erinnerung bleiben.