"Jüngst restauriert" - Eine Sonderpräsentation im Schloss Köpenick

05.02.2018
Schloss Köpenick

Im Rahmen einer kleinen Sonderpräsentation zeigt das Kunstgewerbemuseum in seiner Dependance Schloss Köpenick ab 1. Februar 2018 zwei in jüngster Zeit aufwändig restaurierte Werke aus seinem reichen Sammlungsbestand. Beide Objekte konnten zuvor wegen ihres schlechten Erhaltungszustandes nicht ausgestellt werden.

Eine um 1600 in Augsburg entstandene, kultur- wie medizingeschichtlich höchst bedeutende Haus- und Reiseapotheke aus dem Besitz des Papstes Paul V. (Pont. 1605–1621) konnte dank der Unterstützung durch die Julius-Lessing-Gesellschaft, den Verein der Freunde des Kunstgewerbemuseums Berlin e.V., in einen Zustand versetzt werden, der ihre künftige Präsentation in der ständigen Ausstellung des Museums ermöglicht. 

Wohl ebenfalls Produkt einer Augsburger Werkstatt des frühen 17. Jahrhunderts ist eine reich dekorierte Brettspielkassette für Tric-Trac und Dame, zu der – bis auf einen – noch alle originalen Spielsteine erhalten sind. Im restaurierten Zustand ergänzt das kostbare Werk den ohnehin exzellenten Bestand an kunsthistorisch wertvollen Spielbrettern im Kunstgewerbemuseum auf vorzügliche Weise. 

Mit der Sonderpräsentation „Jüngst restauriert“ wird ein zuvor selten genutzter Raum im Erdgeschoss des Schlosses Köpenick wieder öffentlich zugänglich. Es ist geplant, hier künftig regelmäßig kleine Gruppen von Kunstwerken zu zeigen, die den Besuchern normalerweise verborgen bleiben.