Friedrich Christian Flick schenkt der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin 104 Werke zeitgenössischer Kunst

28.01.2015
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Friedrich Christian Flick hat anlässlich seines 70. Geburtstags der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin 104 Werke zeitgenössischer Kunst geschenkt. Es ist bereits die zweite Schenkung innerhalb weniger Jahre. Bereits 2008 hatte Flick dem Museum 166 Werke überlassen.

Ergänzend zur damaligen Schenkung erhält das Museum nun weitere herausragende Arbeiten von 50 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, darunter von Absalon, David Claerbout, Stan Douglas, Dan Graham, Rodney Graham, Candida Höfer, Paul McCarthy, Jason Rhoades, Pipilotti Rist, Anri Sala, Thomas Schütte, Diana Thater und Franz West. Die Sammlung der Nationalgalerie verfügt damit nunmehr über ganze Werkgruppen der Genannten. Darüber hinaus wird der Bestand um zentrale Arbeiten bzw. Werkgruppen von Nathalie Djurberg, Brian O'Doherty, Peter Fischli / David Weiss, Katharina Fritsch, Raoul de Keyser, Manfred Pernice, Cindy Sherman, Thomas Struth u.a. ergänzt werden.

Die Schenkung soll im Herbst 2015 in einer umfassenden Ausstellung im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin vorgestellt werden.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, sagt: "Dass Friedrich Christian Flick die Nationalgalerie erneut mit über 100 Werken des 20. und 21. Jahrhunderts beschenkt, ist ganz außerordentlich und steht für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Sammler und dem Museum. Einmal mehr wird deutlich, was die Unterstützung von Sammlern und Mäzenen für die Staatlichen Museen zu Berlin bedeutet und wie sehr privates Engagement unsere Sammlungen bereichert. Ich danke Friedrich Christian Flick sehr herzlich für seine Großzügigkeit und für sein Vertrauen in uns und in den Kunststandort Berlin, dem er mit dieser Schenkung erneut Ausdruck verliehen hat."

Für den Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer, ist das Engagement Flicks fantastisch: "Es ist eine wichtige Geste zum richtigen Augenblick. Die neuerliche Schenkung bietet der Nationalgalerie viele Möglichkeiten, kuratorisch damit zu arbeiten. Ich danke Friedrich Christian Flick sehr herzlich für seine Großzügigkeit und für sein Vertrauen in uns."

Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie, ergänzt: "Diese Schenkung ist ein Zeichen langjähriger, sehr guter Zusammenarbeit und vor allem ist sie Zeugnis der fortwährenden Unterstützung der Sammlung der Nationalgalerie. Diese wird durch die hinzugewonnenen Werke und Werkgruppen bereichert und nachhaltig durch Arbeiten höchst bedeutender Künstlerinnen und Künstler weiter aufgebaut. Diese Schenkung zeigt, dass selbst in Zeiten, in denen öffentlichen Museen gern nachgesagt wird, ihrem Sammelauftrag durch mangelnde Ressourcen nicht mehr nachgehen zu können, eine konzentrierte Sammlungsarbeit immer noch erfolgreich geleistet werden kann."

Die Friedrich Christian Flick Collection ist eine der herausragendsten Privatsammlungen zur zeitgenössischen Kunst weltweit. In den vergangenen Jahren war sie immer wieder Gegenstand erfolgreicher Präsentationen. Ausstellungen wie "Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden. Dekonstruktionen des Künstlermythos" (2008), "Die Kunst ist super!" (2009), "Architektonika" (2011/2012) und "Body Pressure" (2013) sowie die umfangreichen monografischen Ausstellungen von Bruce Nauman (2010) und Martin Kippenberger (2013) gründeten sich wesentlich aus den Beständen dieser Sammlung.