2. Berliner Herbstsalon des Maxim Gorki Theaters zeigt künstlerische Arbeit am Bode-Museum

13.11.2015
Bode-Museum

Wohin fliehen Menschen, wenn sie nach Berlin fliehen? Für zwei Wochen bietet das Maxim Gorki Theater über 30 internationalen Künstler_innen und Aktivist_innen eine Plattform, um dieser Frage nachzugehen. Neben künstlerischen Beiträgen werden täglich Inszenierungen, Debatten und Filme die Grenzen thematisieren, die sichtbar und unsichtbar die Bevölkerungen Berlins und Europas zerreißen.

Eine der künstlerischen Arbeiten wird an der Museumsinsel präsentiert: Maria Walcher zeigt zwei wie angeschwemmt wirkende Skulpturen im Wasser am Fuße des Bode-Museums. Der Titel der Arbeit „Trasite“ bedeutet so viel wie „Willkommen“ im kalabrischen Dialekt, der auch in Riace, einem Dorf in Süditalien, verwendet wird. Der Ort ist bekannt für die sogenannten „Bronzen von Riace“, zwei griechische Statuen, die 1972 vor der Küste des Dorfes im Meer gefunden wurden. Zum anderen erregte Riace mit seinem Projekt „Città Futura“ Aufsehen, das 1998 entstand, als ein Boot mit 200 kurdischen Menschen an der Küste strandete: Die Stadt entschied sich, die Geflüchteten freundlich aufzunehmen und gemeinsam mit ihnen die Abwanderung und den Niedergang des Ortes zu bekämpfen.

Maria Walcher, geb. 1984 in Brixen, Italien, lebt und arbeitet in Innsbruck. Ihre oftmals ortsspezifischen Arbeiten wurden u.a. gezeigt im Charlama Depot, Sarajevo (2011), Die Färberei, München (2011), Kunstfest Weimar (2014) und Quartaire Contemporary Art Initiatives, Den Haag (2014).

Der 2. Berliner Herbstsalon des Maxim Gorki Theaters eröffnet am 13.11.2015 um 18 Uhr, mehr Informationen hier: bit.ly/zweiter_herbstsalon