Exkursion

01.07.2013

Wohnen um 1900: Villenkolonie "Weißer Hirsch" und "Gartenstadt Hellerau"

 

Hoch über der Elbe bei Dresden entstand Ende des 19. Jahrhunderts ein exklusives Villenviertel, "Weißer Hirsch" genannt. In die prächtigen Villen mit den verspielten Gärten zogen bald Künstler, Gelehrte und Geschäftsleute. Das gute Klima brachte den Arzt Heinrich Lahmann auf die Idee, ein Sanatorium zu eröffnen und bald flanierten gutbetuchte Kurgäste aus aller Welt durch Sträßchen und Park und genossen Luft und Luxus. Nach der Führung durch den "Weißen Hirschen" erschließt sich am Nachmittag Hellerau. Vor dem ersten Weltkrieg verwirklichte man hier die Utopie einer Einheit von Wohnen und Arbeiten. Den Impuls gab der Möbelfabrikant Karl Schmidt, der für seine "Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst" eine Wohnsiedlung plante: bezahlbare Häuser mit ebensolchen in den Werkstätten mustergültig produzierten Möbeln für Arbeiter und kleine Angestellte. Die erste deutsche Gartenstadt in Hellerau ist bis heute ein geistiger Ort europäischen Ranges! Die Exkursion unter fachkundiger Leitung von Dr. Susanne Oschmann läßt zwei gegensätzliche Wohnkonzepte der Epochenwende um 1900 lebendig werden.

 

 

Leitung: Dr. Susanne Oschmann

Termin: Sonntag, 22.9. 2013, 8 - 20 Uhr

Preis: 76 Euro (incl. Mittagessen)

Anmeldeschluss: 9.8.2013

Anmeldung schriftlich an:

Akademie der Staatlichen Museen zu Berlin, Genthiner Str. 38, 10785 Berlin

oder per Email: akademie@smb.spk-berlin.de