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100 Jahre babylonisches Dekor im U-Bahnhof Klosterstraße

11.10.2013

Feierlich konnte am 17.7.2013 eine Beschilderung im U-Bahnhof Klosterstraße enthüllt werden, die erstmals nach 100 Jahren den babylonischen Dekor der Treppenpodeste zum Bahnsteig erklärt. In Anwesenheit des federführenden Wissenschaftlers Dr. R.-B. Wartke vom Vorderasiatischen Museum und der Direktorin Prof. Dr. B. Salje enthüllten H.-C. Kaiser, U-Bahn Direktor der Berliner Verkehrsbetriebe, und A. Wichmann, Vorsitzender des Fördervereins' Freunde der Antike auf der Museumsinsel Berlin', Informationstafeln, die vom Förderverein finanziert wurden.

Die Wände sind mit stilisierten Palmen dekoriert, einem Motiv, das der Thronsaalfassade aus dem Palast des Königs Nebukadnezars II. von Babylon (604-562 v.Chr.) entlehnt ist. Die originalen Rekonstruktionen der babylonischen Großarchitekturen mit ihren farbigen Glasurziegeln befinden sich seit 1930 im Vorderasiatischen Museum auf der Museumsinsel.

Der seit 1913 den U-Bahnhof schmückende' babylonische Wandschmuck' erklärt sich darin, dass der Firmensitz des Berliner Mäzens James Simon in der benachbarten Klosterstraße 80-82 lag. So sind die farbigen Wandfliesen eine Hommage des Architekten der neuen U-Bahnlinie Alfred Grenander an James Simon, der maßgeblich die deutschen Ausgrabungen in Babylon (1899-1917) finanziell unterstützt hatte.

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