Das Vorderasiatische Museum kann ein Wunder vor Augen führen: die Mauern von Babylon. Sie zählten einst zu den sieben Weltwundern der Antike, bis sie verfielen und diesen Titel verloren. Ein Teil von ihnen aber wurde geborgen und rekonstruiert: das farbenprächtige Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße von Babylon. Sie verhelfen dem Vorderasiatischen Museum dazu, eine der bedeutendsten Sammlungen orientalischer Altertümer der Welt ihr Eigen zu nennen – zusammen mit zahlreichen weiteren Objekten: von der mit Fischen und Vögeln bemalten Keramikschale aus Samarra über mit Keilschrift beschriebene, mesopotamische Tontafeln bis hin zu Kultreliefs oder der Statue eines Beters aus Alabaster, die dem Ischtar-Tempel in Assur entstammt. So entsteht ein Bild von 6.000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte in Mesopotamien, Syrien und Anatolien. Zu sehen sind diese Kostbarkeiten im Pergamonmuseum, in dem die Sammlungspräsentation des Vorderasiatischen Museums mit denen der Antikensammlung und des Museums für Islamische Kunst Zeugnis ablegen vom Alten Orient und seinen Einflüssen auf die nachfolgenden Kulturen der Antike und des Islam.