LED

Auswahl geeigneter Leuchtmittel zum Einsatz in Museen

Beleuchtung wird in Museen verwendet, um die Ausstellungsstücke für den Besucher erfahrbar zu machen. Dass Licht jedoch auch negative Auswirkungen haben kann, kennen wir aus dem Alltag: Sonnenbrand auf unserer Haut, Zeitungspapier, welches am Fenster innerhalb von Tagen verbräunt, oder Fotos und Plakate, die mit der Zeit ihre Farbigkeit ändern oder verlieren. 

In einem kleinen Partnerprojekt werden verschiedene Leuchtmittel vermessen. Es entsteht eine Datenbank, die es erlaubt, die getesteten Leuchtmittel zu vergleichen und nach ihrer Farbwiedergabe und ihrem Schädigungspotenzial zu beurteilen.

Im Vordergrund stehen dabei LED-Leuchtsysteme, die aus ökonomischen und ökologischen Erwägungen heraus für den Museumsbereich immer mehr an Gewicht gewinnen und teilweise kontrovers diskutiert werden. LED-Licht besteht im Gegensatz zu dem einer Glühlampe nicht aus einem kontinuierlichen Spektrum, sondern in der Regel aus drei Farben, die sich zu weißem Licht addieren. Da hierbei produktionstechnisch bedingt ein hoher Blauanteil verwendet wird, kann das relative Lichtschädigungspotenzial einer LED höher sein als das einer Glüh- oder Halogenleuchte. Zudem steht die Konstanz des Farbwiedergabeindex (engl. Colour Rendering Index, CRI, ein Maß dafür, ob der Farbeindruck des Objekts auf einen Betrachter durch die Lichtquelle naturgetreu wiedergegeben wird) über die lange Nutzungsdauer einer LED in der Diskussion.

Verschiedene Lichtsysteme und Leuchtmittel von LED bis Halogen finden in diese Datenbank Eingang, die interessierten Anwendern auf Anfrage zur Verfügung gestellt wird. Weitere Untersuchungen zum spektralabhängigen Ausbleichverhalten unterschiedlicher Farbstoffe und Farbsysteme mittels Microfading-Tester (MFT) begleiten diese Zusammenarbeit.

Laufzeit: laufend

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Direktorin: Dr. habil. Ina Reiche