ISIMAT

Inkarnat und Signifikanz - Das menschliche Abbild in der Tafelmalerei von 200 bis 1250 im Mittelmeerraum. Untersuchungen der Materialien und Techniken an Objekten der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin

Die Antikensammlung und das Rathgen-Forschungslabor sind Kooperationspartner in einem von der Technischen Universität München koordiniertem Projekt zu den Tafelmalereien der Antike bis zum Hochmittelalter, welches sich neben der kunstgeschichtlichen Bearbeitung stark auf die Kunsttechnologie und Materialanalysen konzentriert.

Das Tafelbild prägt bis heute unser Verständnis von Malerei, wobei die Darstellung des Menschen zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört. Die technischen Voraussetzungen, Bedingungen und Parameter der Entstehung des Tafelbildes und seiner weiteren Entwicklung sind Gegenstand dieser Disziplinen wie Epochen übergreifenden Forschungsvorhabens. Das bisherige Bild der Entwicklungsgeschichte der Tafelmalerei soll durch die Untersuchung repräsentativer Beispiele aus Antike, Früh- und Hochmittelalter in deutschen Museen, aus den Kirchen von Rom und Florenz sowie im Katharinenkloster auf dem Sinai überprüft werden. Dabei steht die Darstellung des Inkarnates im Mittelpunkt: Welche Technik wählte man wann, um welche Wirkung zu erzielen? Wie wurde dabei das aus der Antike tradierte Wissen verarbeitet? Gibt es eine Kohärenz zwischen Technik und Funktion oder Bestimmungsort des Bildes? Wie spiegeln sich gesellschaftlicher Wandel und ideologische Neuorientierung darin?

Eine Auswahl von Objekten der Antikensammlung wird im Rahmen des Projektes näher betrachtet. Das Rathgen-Forschungslabor ist in das Projekt durch die Untersuchung der Berliner Objekte mit nicht-invasiven analytischen Methoden beteiligt.

Förderer: BMBF

Partner: Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin; Technische Universität München, Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft; Doerner Institut

Laufzeit: 2014-2017