Verena Lepper erhält renommierten Golden Plate Award der Ägyptischen Akademie der Wissenschaften

01.06.2017
Neues Museum

Prof. Dr. Verena Lepper, Kuratorin am Ägyptischen Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, wurde mit dem renommierten Golden Plate Award der Ägyptischen Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

Eines der Hauptziele der Academy of Scientific Research and Technology (ASRT) mit Sitz in Kairo ist die Wertschätzung wissenschaftlicher Exzellenz – in diesem Kontext wurde Verena Lepper der Golden Plate Award als Anerkennung für ihre bisherigen herausragenden Leistungen für die Wissenschaft verliehen.

„Ich gratuliere Verena Lepper herzlich zu dieser Auszeichnung und freue mich, dass die außeruniversitäre Forschung an unseren Häusern und Institutionen international wertgeschätzt wird“, so Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen. Verena Lepper führt fort: „Ich empfinde dies als eine Auszeichnung für das ganze Ägyptische Museum und bin dankbar für die Anerkennung und Sichtbarkeit unserer Arbeit.“

Seit 2008 arbeitet Verena Lepper bei den Staatlichen Museen zu Berlin und forscht zu Themen wie Ägyptische und Orientalische Papyrusforschung, Literatur- und Kulturgeschichte sowie Wissenschafts- und Kunstgeschichte. Hierzu publizierte sie zahlreiche Bücher in internationalen Verlagen. Sie betreut am Ägyptischen Museum und Papyrussammlung eine Sammlung mit ca. 30.000 Papyri und Handschriften in zehn verschiedenen Sprachen und Schriften und leitet mehrere Ausstellungs- und Forschungsprojekte mit einem Team von 15 Mitarbeitern.

Für ihre wissenschaftliche und kuratorische Tätigkeit wurde Verena Lepper bereits mehrfach ausgezeichnet, etwa durch das Weltwirtschaftsforum (WEF) oder durch „Deutschland – Land der Ideen“. Für ihr Projekt zur Erforschung der 4000 Jahre umspannenden Kulturgeschichte der ägyptischen Nilinsel Elephantine erhielt sie den Starting Grant des Europäischen Wissenschaftsrats (ERC). In diesem Jahr folgten Einladungen zu Fellowships oder Gastprofessuren in den USA, an der Harvard University und der Princeton University.

Die geborene Rheinländerin studierte an den Universitäten Bonn, Köln, Tübingen, Oxford und Harvard Ägyptologie, Semitistik, Christliche Orientalistik sowie Altes Testament. Ihre musealen Erfahrungen sammelte sie unter anderem am Ägyptischen Museum Bonn und am British Museum in London. Sie wurde mit einer Arbeit zum berühmten „Papyrus Westcar“ an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert. Im Anschluss hatte sie Forschungspositionen an den Universitäten Oxford und Harvard inne.

An der Humboldt-Universität zu Berlin hat Verena Lepper seit 2013 eine Honorarprofessur inne und gründete dort ein neues Forschungsinstitut in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin. Ferner ist sie als Vertrauensdozentin der Studienstiftung des Deutschen Volkes tätig. An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) konnte sie 2013 die „Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities“ (AGYA) zur Förderung des arabisch-deutschen Wissenschaftsaustauschs gründen; ein Projekt das unter ihrer Leitung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.