Das Foto zeigt den berühmten Stahlträger gestützten Bau von Mies van der Rohe - die Neue Nationalgalerie von Osten aus betrachtet.
Die Neue Nationalgalerie | © Staatliche Museen zu Berlin, Roman März

Die Neue Nationalgalerie, erbaut von Mies van der Rohe, ist der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts gewidmet. Zu sehen sind Ausschnitte der facettenreichen Sammlung der Nationalgalerie, die neben der Neuen Nationalgalerie fünf weitere Standorte hat: Alte Nationalgalerie, Friedrichswerdersche Kirche, Museum Berggruen, Sammlung Scharf-Gerstenberg und Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.

Die Neue Nationalgalerie wurde 1968 als letztes eigenständiges Werk des großen Architekten Ludwig Mies van der Rohe eröffnet. Mit der gläsernen Oberen Halle des Museums vollendete Mies van der Rohe seine langjährige Beschäftigung mit dem fließenden, offenen Raum. Kurz nach Einweihung des Baus verstarb der Architekt. So gilt die Neue Nationalgalerie mit ihrem Stahldach und in ihrer reduzierten Formensprache nicht nur als Ikone der Moderne, sondern zugleich als Vermächtnis eines visionären Baumeisters des 20. Jahrhunderts. Städtebaulich lag das Museum ursprünglich am Rande des damaligen West-Berlin. Hier war es als wesentlicher Baustein des von Hans Scharoun geplanten Kulturforums errichtet worden. Durch die Wiedervereinigung Deutschlands und die Neubauten am Potsdamer Platz erhielt die Neue Nationalgalerie das heutige bewegte Umfeld im Zentrum der Stadt.

Die Geschichte des Hauses der Neuen Nationalgalerie ist folglich eng verknüpft mit der Teilung Deutschlands und der Stadt Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Sammlung der Nationalgalerie, ehemals auf der Museumsinsel Berlin gegründet und in den 1920er Jahren zudem im Kronprinzen-Palais an der Straße Unter den Linden zu sehen, wurde nach 1945 zunächst vom Magistrat von Groß-Berlin verwaltet. Durch die Gründung zweier deutscher Staaten mit ganz unterschiedlichen politischen Systemen teilte sich der Weg der Sammlung ab 1949. In West-Berlin setzte sich der Magistrat für den Wiederaufbau des Bestandes unter dem Titel "Galerie des 20. Jahrhunderts" ein. Zugleich waren Teile der ursprünglichen Sammlung der Nationalgalerie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Westen Deutschlands verblieben. Um diesen Bestand und die "Galerie des 20. Jahrhunderts" zu beherbergen, wurde 1962 Mies van der Rohe mit einem Museumsneubau beauftragt. Im September 1965 kam der Architekt zur Grundsteinlegung nach Berlin. Zwei Jahre später wohnte er dem wohl spektakulärsten Bauschritt, der hydraulischen Anhebung des gigantischen Stahldachs, ebenfalls persönlich bei. Am 15. September 1968 wurde das Gebäude unter dem Namen "Neue Nationalgalerie" eröffnet. Bereits dieser Titel sollte den Aufbruch signalisieren, den man im Westen mit der Museumsgründung verband.

Bis heute hat sich die architektonische Struktur des Gebäudes kaum verändert. Der urbane Kontext hingegen war extremen Wandlungen unterworfen: Nahezu zeitgleich mit der Neuen Nationalgalerie wurde auf der gegenüberliegenden Seite der Potsdamer Straße mit dem Bau der Staatsbibliothek begonnen, es folgten der Kammermusiksaal neben der bereits bestehenden Philharmonie, weitere Museen am Kulturforum und nach der Wiedervereinigung die Neubebauung des Potsdamer Platzes.

Nach durchgehender, über 40-jähriger Nutzung des Museums bedarf es einer umfassenden Sanierung. Mit dieser Aufgabe wurde 2012 der britische Architekt David Chipperfield betraut, der schon für die Instandsetzung des Neuen Museums verantwortlich zeichnete und auch das Besucherzentrum auf der Museumsinsel Berlin erbaut. Während der Sanierungsarbeiten wird die Neue Nationalgalerie voraussichtlich ab 2015 für etwa drei Jahre geschlossen sein.

Besuchereingang

Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

vollständig rollstuhlgeeignet

Verkehrsverbindungen

U-Bahn U2 (Potsdamer Platz)
S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz)
Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200 (Philharmonie)

Mo geschlossen
Di 10:00 - 18:00 Uhr
Mi 10:00 - 18:00 Uhr
Do 10:00 - 20:00 Uhr
Fr 10:00 - 18:00 Uhr
Sa 11:00 - 18:00 Uhr
So 11:00 - 18:00 Uhr

Öffnungszeiten an Feiertagen unter Besuch planen
Kassenschluss jeweils 30 Minuten vor Schließung des Museums.

Aufgrund von Aufbauarbeiten für die Ausstellung "David Chipperfield - Sticks and Stones" bleibt die Neue Nationalgalerie am Dienstag, 23.09. und Mittwoch, 24.09.2014 geschlossen.

 
 

Sonderausstellung Moshe Gershuni
6,00 EUR, ermäßigt 3,00
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Ausstellungskarte Die Sammlung Teil 3
8,00 EUR, ermäßigt 4,00
Onlineshop: 7,00 EUR, ermäßigt 3,50
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Kombikarte Moshe Gershuni + Neue Nationalgalerie
12,00 EUR, ermäßigt 6,00
Onlineshop: 11,00 EUR, ermäßigt 5,50

Bereichskarte Gemäldegalerie + 2 Sonderausst. + Neue Nationalgalerie + Musikinstrumentenmuseum
12,00 EUR, ermäßigt 6,00
Onlineshop: 11,00 EUR, ermäßigt 5,50
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Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
Ab 25,- EUR
Weitere Informationen

Tel.: 030 / 266424242 (Mo - Fr 9 - 16 Uhr)
Fax: 030 / 266422290
service@smb.museum

Postanschrift:
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

Tel.: 030 / 266424510
Fax: 030 / 266424545
nng[at]smb.spk-berlin.de

Direktor der Nationalgalerie: Udo Kittelmann
Leiter der Neuen Nationalgalerie: Dr. Joachim Jäger

Café in der Neuen Nationalgalerie
Allegretto
Tel.: 030 / 2614597
Website

Buchhandlung Walther König
Tel. 030 / 2693 4943
Mail: