August Macke, Landschaft mit hellem Baum, 1914
Aquarell über Bleistift

August Macke
1887-1914

von: 09.11.2010 bis: 13.03.2011

Neue Nationalgalerie

Im Rahmen der Ausstellungsreihe "Kabinett in der Galerie" zeigt das Kupferstichkabinett 34 Zeichnungen und Aquarelle des rheinischen Expressionisten August Macke in der Neuen Nationalgalerie.

Der im freundschaftlichen Kontakt zum Künstlerkreis des "Blauen Reiters" stehende Künstler hatte aufgrund seines frühen Soldatentodes nur etwa ein Jahrzehnt Schaffenszeit zur Verfügung. Er gelangte zu seiner eigenen Formensprache durch die Auseinandersetzung mit den modernen Kunstrichtungen vom Impressionismus über Fauvismus, Kubismus, Futurismus und besonders den Orphismus von Robert Delaunay. Hier faszinierte ihn die dynamische Bildgestaltung durch den Einsatz starker Farb- und Formkontraste, die seiner vitalistischen Grundhaltung entsprachen.

Einen entscheidenden Impuls zur Verwendung reiner, leuchtender Farben erhielt Macke auf einer Reise nach Tunesien, die er im Frühjahr 1914 gemeinsam mit Paul Klee und Louis Moilliet unternahm. Von den dabei entstandenen Aquarellen, die zum Besten des Gesamtwerks gehören, werden drei ausgestellt - neben weiteren Reisebildern aus der Alpenregion sowie Zeichnungen und Aquarellen zu den Themen "Mensch und Natur", "Mensch und Stadt" und "Menschen und Tiere".

1921 gelangten 57 Zeichnungen und Aquarelle aus dem Nachlass, teils durch Ankauf, teils als Geschenk der Witwe, in die Sammlung der Zeichnungen der Nationalgalerie. Elf davon wurden 1937 als "entartet" beschlagnahmt. Seit 1991 gehört die Sammlung der Zeichnungen zum Kupferstichkabinett. Heute umfasst die Macke-Kollektion des Kupferstichkabinetts 49 Zeichnungen und Aquarelle.

Die Kabinettausstellung "August Macke. 1887-1914" ist Bestandteil der Ausstellung "Moderne Zeiten. Die Sammlung. 1900 - 1945. Neue Nationalgalerie", Kulturforum.

Veranstalter:

Kupferstichkabinett