Marsden Hartley. Die deutschen Bilder 1913-1915

von: 05.04.2014 bis: 29.06.2014
Neue Nationalgalerie

Der amerikanische Maler Marsden Hartley (1877-1943) lebte 1913-15 in Europa. Neben Paris und München war es vor allem Berlin, wo er seine eindrücklichsten Werke malte. Hartley verkehrte im Kreis der Sturm-Galerie Herwarth Waldens und war dort 1913 am Ersten Internationalen Herbstsalon beteiligt.
Vor und nach seiner Berliner Zeit pflegte Hartley einen gemäßigten gegenständlichen Malstil, doch 1913-15 gelang es ihm, eine vollkommen eigenständige bildnerische Ausdrucksweise zu entwickeln, die sich auf der Höhe der damaligen Avantgardekunst befand. Seine Bilder dieser Zeit explodieren regelrecht, sie bestehen aus leuchtenden Farben, die kontrastreich nebeneinander gesetzt sind. Thematisch steht der Erste Weltkrieg im Zentrum der Werke. Flaggen, Standarten und militärische Insignien wie das Eiserne Kreuz tauchen immer wieder als Motive in den Gemälden auf.
Hartleys Beziehung zu dem preußischen Offizier Karl von Freybourg, der bereits kurz nach Kriegsbeginn starb, führte zu Meisterwerken wie dem "Bildnis eines deutschen Offiziers" (1914, Metropolitan Museum, New York), das abstrakte Formen und militärische Gegenstände so miteinander verbindet, dass sich ein rein symbolisches Porträt ergibt.

Hartley ist in Deutschland vollkommen unbekannt und als furioser Maler der Moderne erst noch zu entdecken. Eine Ausstellung mit Schwerpunkt auf Hartleys Berliner Bildern ist ein Desiderat und eine Forschungsaufgabe. Erstmals sollen alle in Berlin entstandenen Gemälde lokalisiert, aufgenommen und im Katalog publiziert werden. In der Ausstellung wird eine Auswahl dieser Werke das Zentrum bilden, flankiert von früheren und späteren Werken, um die Einbettung in das Gesamtwerk zu ermöglichen und den immensen stilistischen Sprung zu zeigen.

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Sonderausstellung Marsden Hartley
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