© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie

Caspar David Friedrichs Gemälde "Mönch am Meer" und "Abtei im Eichwald" werden restauriert

09.05.2013
Alte Nationalgalerie

Die Nationalgalerie verwahrt mit dem "Mönch am Meer" und der "Abtei im Eichwald" von Caspar David Friedrich das wohl berühmteste Bilderpaar der deutschen Romantik. Beide Frühwerke von 1810 weisen mit der Radikalität ihrer Komposition, der Kompromisslosigkeit ihrer Bildsprache und der Unergründlichkeit ihrer Stimmung auf den Beginn der Moderne.

Caspar David Friedrich hat seine Gemälde auf sehr feine, vorgrundierte Leinwand gemalt - in dünnen, lasierenden Farbschichten. Von Anfang an waren die Gemälde daher ausgesprochen anfällig für maltechnische, mechanische und alterungsbedingte Schäden. Bereits ab 1906 wurden sie zum Gegenstand intensiver Restaurierungsmaßnahmen unterschiedlicher Qualität. Heute weisen die Gemälde eine stark reduzierte Originalsubstanz auf.

Der lang gehegte Wunsch einer konservatorischen und restauratorischen Bearbeitung beider Werke kann nun erfüllt werden. Hierbei wird es nicht nur darum gehen, vorhandene Schäden zu restaurieren, sondern vor allem die alten, nach heutigem Standard unsachgemäßen Restaurierungen behutsam rückgängig zu machen und mit moderner Restaurierungsmethodik durch reversible Materialien zu ersetzen.

Die Voruntersuchung der "Abtei im Eichwald" hat am 29. April 2013 begonnen. Der "Mönch am Meer" wird noch bis zum 14. Juli 2013 im Friedrich-Saal der Alten Nationalgalerie verbleiben. Die Neupräsentation beider Gemälde ist für April 2014 geplant, der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Ermöglicht wird das Vorhaben durch die großzügige Unterstützung der gemeinnützigen Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen.

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